Aktuelle Internetstrukturdaten publiziert

Die Forschungsgruppe Wahlen hat die aktuellen Internetstrukturdaten für das zweite Vierteljahr 2009 vorgelegt. Die Daten fußen auf repräsentativen telefonischen Befragungen von 4.136 Bundesbürgern ab 18 Jahren, die zwischen dem 21. April und dem 10. Juni 2009 durchgeführt wurden.

Demnach nutzten im 2. Quartal 09 etwa 72% aller deutschen Erwachsenen das Internet zu Hause, im Büro oder anderswo, was einem Anstieg von 3% im Vergleich zum 1. Quartal 2009 entspricht. Mit 79% lag der Anteil der männlichen Nutzer höher, als der der Frauen (66%). Auch gab es geographische Unterschiede: Im Westen der Republik waren 74% der Deutschen im Netz unterwegs, im Osten lediglich 65%. 28% der Internet-User hielten sich bis zu 2 Stunden pro Woche im Internet auf, 43% zwischen 3 und 10 Stunden und 27% verweilten mehr als 10 Stunden im Internet. Die Männerwelt ist dabei wesentlich häufiger online (10 Stunden und mehr , 34%), wohingegen Frauen mit nur 19% vertreten sind. ,

Genutzt wird das Internet bei gut einem Drittel der Bundesbürger um politische Nachrichten abzurufen. Das entspricht 47%. Auch hier sind die Männer in allen Altersklassen wieder stärker vertreten als Frauen. Junge Leute rufen Politik-News öfter ab als ältere. Alterscharakteristische Unterschiede, was den Umgang mit dem World Wide Web betrifft, gibt es nur noch zwischen Bürgern unter und über 50 Jahren. Ansonsten nutzt in allen Generationen bis 49 Jahren 90% bereits das Internet.

Ein weiteres Ergebnis der Erforschung: Das Internet ist ein Medium der formal besser gebildeten Bürger: Fast alle Deutschen mit Abitur nutzen das Netz (93%). 84% derer mit mittlerer Reife, 56% sind es bei den Hauptschülern mit Lehre und 40% bei den Deutschen, die einen Hauptschulabschluss haben, jedoch keine anschließende Lehre gemacht haben.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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