Druck der Hersteller auf Online-Händler wächst

Eine Umfrage unter 458 Online-Händlern im Zuge des britischen eBay Sommer Online Business Index föderte zu Tage, dass 50% der Händler sich einem starken Druck von ihren Lieferanten ausgesetzt fühlen. Die Hersteller versuchen, vielfach den Verkauf ihrer Waren online zu verbieten. Viele kleinere Händler haben aus Angst davor, dass sie nicht mehr beliefert werden, keine Möglichkeit sich dagegen zu wehren. 45% der befragten Internet-Händler erklärten, dass die Hersteller ihnen verböten Artikel im Preis zu reduzieren. 32% berichteten über Ausstellungsrestriktionen und 49% der Online-Händler wurde es sogar gänzlich untersagt die Waren online anzubieten.

Dieses Phänomen allerdings ist nicht ganz neu, denn schon vor 2 Jahren, während der eBay Community Konferenz beklagten sich Händler über Restriktionen seitens der Hersteller. Hier ging vor allem um das allgemeine Verbot eBay als Vertriebskanal zu nutzen, da der Verkauf auf dem Online-Marktplatz den Markennamen beschädige. Erschwerend kam noch das Leegin Urteil hinzu, durch das der Supreme Court festlegte, dass Lieferanten sehr wohl Online-Händler dazu zwingen dürfen Minimum-Preise einzuhalten.

Zeitgleich zur Veröffentlichung des Online Business Index kam Alice.com, eine neue amerikanische Plattform auf den Markt, die den Weg über den Online-Einzelhändler umgeht und den Herstellern einen direkten Vertriebskanal zum Warenverkauf bietet. Es sieht so aus, als sähen sich Internet-Händler schwierigen Zeiten gegenüber, denn noch nie hatten sieso viele Herausforderungen zu meistern.


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