Aussichten für das Online-Business sind positiv

Die eBay Sommer-Ausgabe des Online Business Index zeigt auf, dass trotz der noch immer anhaltenden Rezession die Aussichten für das Online-Geschäft durchaus positiv sind. Über die letzten 3 Monate ist das Vertrauen wieder angestiegen. Die Spannung und der Druck auf Gewinnspannen ist zurückgegangen und immer mehr Händler erwarten im nächsten Quartal höhere Verkaufszahlen. Zur gleichen Zeit als dieser Index herausgegeben wurde, trafen sich eBay und verschiedene Politiker zu einem Seminar, dessen Ziel es war, sich die Probleme der Online-Händler erneut ins Gedächtnis zu rufen und Wege zu finden, ihnen beim Ausbau ihres Business zu helfen, und sie zu unterstützen.

Mark Prisk (Schattenminister für Business und Unternehmen), Ed Vaizey (Schattenminister Kunst) und John McFall (Vorsitzender des Treasury Comites) sowie andere Minister der britischen Regierung nahmen an dem Treffen teil. Zunächst wurde bei dem Meeting festgestellt, dass man es mit der Wirtschaft des 21. Jahrhundert zu tun hat, die sich natürlich von der der vorherigen unterscheidet. Kernaussage hier: Einige Händler haben die Zeichen der Zeit erkannt und es auch geschafft, florierende Unternehmen im Internet aufzubauen, abseits der traditionellen stationären Handelsgeschäfte. Alleine die 123.000 registrierten Online-Händler auf eBay leisten einen signifikanten Beitrag zur Wirtschaft in Großbritannien. Alleine im Januar 2009 lag der Wert der Exporte der in Großbritannien beheimateten eBay-Verkäufer bei 57 Millionen britischen Pfund.

Die Teilnehmer der Diskussion blickten auf Möglichkeiten, wie Online-Geschäften geholfen werden könnte und deckte Themen ab, wie die Verringerung der gewerblichen Besteuerung oder die der Mehrwertsteuer-Belastungen. Zudem überlegte man, wie vor allem kleine Unternehmen am sinnvollsten unterstützt werden können und ihnen diese Hilfe am besten nahegebracht werden kann.

Auch die Finanzen wurden diskutiert. Hier enthüllt der Online-Business Index, dass Zinssatz-Kürzungen in den seltensten Fällen an die Kleinunternehmer weitergegeben werden und Händler oft mit ihren Eigenheimen ihre Geschäfts-Finanzierung absichern müssen. Mark Lewis, eBay UK Managing Director: „Internet-Händler möchten, dass die Regierung endlich die Banken dazu zwingen, ihre Finanzierungsbedingungen zu lockern. Zudem sollen die Banken damit aufhören, Lippenbekenntnisse darüber abzugeben, wie umfangreich sich ihre Hilfe für die kleinen Unternehmen darstellt.

Unterstützung erwarten die Online-Händler ebenso von der Regierung. Viele Kleinunternehmen, besonders auf eBay, starten oft als Teilzeit-Geschäfte von zu Hause aus. Einzige Hilfen sind oft nur die Mitteilungs-Boards von Online-Kollegen. Hier müsste die Regierung ansetzen und sich fragen wo können wir eingreifen, um „offizielle“ Hilfe zu leisten. Ein anderer hervorgehobener Punkt des Zusammentreffens waren die Restriktionen von Seiten der Hersteller gegenüber zahlreichen Händlern. Wie aus dem Business Index hervorgeht werden 45% der Verkäufer daran gehindert, ihre zu veräußernden Waren zu rabattieren. 49% der Lieferanten haben sogar den Händlern untersagt ihre Produkte im Internet anzubieten. Da viele der Beschränkungen nicht schriftlich fixiert sind, sondern nur in mündlicher Form ausgesprochen werden, ist es auch das erste Mal, dass mit dem Index die Praxis der restriktiven Geschäftsaktivitäten zusammengetragen wurde. Die Zitate der eBay-Verkäufer im Business-Index sind daher auch alle anonym.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Bericht offenlegt, dass kleine und mittlere Internet-Unternehmen Großbritannien dazu verhelfen, es aus der Rezession zu manövrieren. Alleine 41% der kleinen Firmen habe zukünftig sogar vor, einen oder mehrere zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Die wichtigste Aussage aber kam von Ed Vaizey, der feststellte, dass Stabilität lebenswichtig ist, um Online-Händlern die Möglichkeit zu geben, zu planen und zu wachsen. Schnellschüsse von der Regierung bringen das Online-Business zum Erliegen und behindern das Wachstum. Stabilität ist etwas, was eBay mittlerweile auch als Schlüsselfaktor erkannt hat. So werden bedeutende Webseiten-Neurungen auf 2-mal jährlich beschränkt und Händler im Voraus darüber informiert. Wenn nun auch die Regierung ähnliche Taktiken übernimmt, dann steht dem erfolgreichen Internet-Handel nichts mehr im Wege.


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