eBay-Chef John Donahoe: Wir versuchen nicht wie Amazon zu sein

In der vergangenen Woche hatte das jährliche Aktionärs-Treffen in San José stattgefunden. Zum ersten Mal wurde dieses Treffen nicht in Verbindung mit einer eBay Live Konferenz abgehalten, da das Unternehmen sich entschlossen hat, dieses Meeting für dieses Jahr erstmalig ausfallen zu lassen.

Nach dem Austausch von Formalitäten, Vorstellung neuer Mitglieder im Vorstand, dem Plan des Aktienbezugsrecht für Angestellte, hat eBays CEO John Donahoe erneut seine Vision für den E-Commerce von eBay vorgestellt. Er benutzte dazu die gleiche Präsentation wie schon vor den Analysten im März.

Während einer Frage und Antwort-Runde wurde Donahoe von einem Aktionär mit Fragen zu den Aktien bedrängt: „In den letzten 2 Jahren haben meine eBay-Aktien um 50% an Wert verloren, wohingegen die Aktien von Amazon.com angestiegen sind. Hinsichtlich der Marktplätze und den von Ihnen in der vergangenen Zeit implizierten Veränderungen – und denen die noch anstehen – sei folgende Frage erlaubt: Warum hat man diese Neuerungen nicht schon früher ins Leben gerufen?“ In seiner Antwort gab Donahoe zu, dass in den letzten Jahren „Amazon einen Maßstab festgelegt hat“, zu dem was Einkäufer aus ihrer E-Commerce-Erfahrung erwarten. „Vor achtzehn Monaten kamen wir zu der Erkenntnis, dass unsere Nutzer-Erfahrung, den neuen Zeiten nicht standgehalten hat“, so Donahoe. Also hat Donahoe damit begonnen eine Reihe von umstrittenen Änderungen einzuführen, wie der E-Commerce Marktplatz eigentlich funktionieren soll. Donahoe weiter: „Wir versuchen nicht, Amazon zu sein, anders als Amazon, die sich darum bemühen wie eBay zu sein. Wir sind der einzige Marktplatz, der sein Augenmerk auf den riesigen Zweitverwertungs-Markt richten kann.“

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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