Jeffries Analyst Youssef Squali zur Entwicklung von eBay

Als John Donahoe im März 2008 CEO von eBay wurde sagte er, dass es ein Jahr dauern wird, um die Wirtschaftsgüter der Gesellschaft zu bewerten und nächste Schritte einzuleiten. Jetzt, etwa ein Jahr später, zeigen seine Anstrengungen, dass er wohl seinen Weg gefunden hat: eBay zurück zu seinen Wurzeln zu bringen!

Die Online-Auktionsplattform hat Mittwoch, den 22. April, seine Q1-Zahlen für das Jahr 2009 bekanntgeben. Verglichen mit den Zahlen des vergangenen Jahres, sind die Zahlen deutlich niedriger und fern von den Werten des Wachstums, die das Unternehmen einmal genossen hat. Obwohl das Versteigerungsgeschäft von eBay momentan eine Flaute erlebt, arbeitet sein Management hart daran, konkurrenzfähig zu bleiben. eBay verkauft StumbleUpon an seine Firmengründer und gab dann auch bekannt, dass es mit dem Internettelefonie-Dienst Skype an die Börse gehen wird.

Charakterisieren, so Experten, kann man das Unternehmen als eine Mischung lose verknüpfter Internet-Besitztümer und – Services. Das neue eBay steht da ohne Skype und es könnte, so Analysten, ebenso ohne PayPal da stehen. Die Ausgliederung von Skype und StumpleUpon bewerten die Analysten positiv, denn beide Unternehmen wurden als heikle Anhängsel in eBays Portfolio gesehen. Aber mehr noch als den Aktienwert zu steigern, sagen Analysten, erlauben die Verkäufe/Börsengang dem Management, sich nun wieder mehr auf seine dringlichsten, auf der Hand liegenden Aufgaben zu konzentrieren – das Wachstum der eBay Marktplätze wieder zu steigern. Gegenwärtig schrumpfen die Marktplätze.

Gerechnet über das letzte Jahr, sind die Wachstumsraten von 19% auf 16% gesunken. Einerseits, so Jeffries Analyst Youssef Squali, ist das wahrscheinlich ein Hinweis auf das reifende Auktions-Business, andererseits kann es auch ein Indikator dafür sein, dass das 10-Jahre alte Online-Auktionsgeschäft in einen permanenten Abwärtstrend gerät. Squali kommentiert den Rückgang des Bruttoumsatz (GMV – Gross Merchandise Volume) von eBay, d. h. der Gesamtumsatz aller Waren, die auf den verschiedenen Marktplatz-Plattformen von eBay umgesetzt werden, mit „Das ist nicht gut“. Aus seiner Sicht könnte der Rückgang bedeuten, dass weitere Umstrukturierungen von eBay vorgenommen werden müssen. „Auch wenn es hart sein mag, das Marktplatz-Geschäft, und insbesondere das Auktionsgeschäft aus der Krise zu führen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Verantwortlichen versuchen werden, das Unternehmen zu rekapitalisieren, in dem sie sich von unnötigen Vermögenswerten trennen“, merkt Squali an.


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