Analysten zum Börsengang von Skype

Mit der Ankündigung eBays vom Dienstag letzter Woche, mit Skype im Jahr 2010 an die Börse zu gehen, wurden vorerst die Berichte zunichte gemacht, dass die ursprünglichen Gründer des Telefonieanbieters Skype zurückkaufen wollen. Das Wall Street Journal zitierte am Mittwoch vergangener Woche mit der Sache vertraute Personen, die sagten, dass Niklas Zennstrom und Janus Friis für das Unternehmen 2 Milliarden Dollar böten. Dies sei aber für den Geschmack von eBay zu niedrig gewesen. Und doch gibt es einige Kenner die erklären, dass Skype noch ein Erwerbs-Ziel werden könnte.

Merrill Lynch & Co. Analyst Justin Post allerdings fragt sich, ob der Börsengang nicht ein Schachzug eBays ist, um Skype für potentielle Käufer interessanter zu machen. „Die Bekanntgabe des Börsengangs, soweit im Voraus, ist eher ungewöhnlich. Uns erscheint es so, dass man hiermit Käufer anlocken möchte“, so Post. Die denkbarsten Käufer könnten Google, Microsoft oder Cisco Systems sein, obwohl auch für diese Unternehmen eine Preisvorstellung von ungefähr 3 Milliarden $ schwer zu rechtfertigen ist.

Post und ebenso andere Analysten stimmten am Mittwoch allgemein mit Donahoe überein, und begrüßten seine Entscheidung mit Skype an die Börse zu gehen. Bernstein Research Analyst Jeffrey Lindsay: „Skype belastete den Aktienpreis eBays, trotz des doch sehr großen Geschäftswertes des Telefonanbieters. Skype sorgt auch für unverhältnismäßig hohe Kosten, die durch den Spin-Off die Mutter-Gesellschaft nicht mehr belasten werden.“ Lindsay ist ferner der Meinung, dass Skype besser ohne eBay dastehe und außerhalb des Unternehmens eBay wertvoller ist. eBay könnte mit dem durch den Börsengang erzielte Geld Akquisitionen tätigen, die zu seinem Kerngeschäft passen oder weitere Aktienrückkäufe vornehmen, was eBay bereits 2006 gestartet hat.

Zustimmung fand bei den Analysten ferner der Verkauf von StumpleUpon an seine Gründer. Lindsay deutete auch an, dass es möglich sein könnte, dass sich eBay von weiteren Geschäftsbereichen trenne, die nicht zum Kerngeschäft gehören und führte als Beispiel die Online-Ticket-Plattform StubHub an ,die eBay im Jahr 2007 für 310 Millionen US-Dollar erworben hat.

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