Konzentration auf Kerngeschäft geht weiter: eBay wagt erneut Vorstoß in asiatischen Markt

Ein Handel von dem wir schon im Sommer 2008 berichteten, soll nun in naher Zukunft über die Bühne gehen. Um den asiatischen Markt, respektive den südkoreanischen besser unter Kontrolle zu haben und hier auch die Position zu stärken, wäre das Unternehmen eBay bereit, 413 Millionen Dollar in den Online-Marktplatz Gmarket zu investieren. Damit läge der Prozentsatz der Anteile bei 34,2% und eBay wäre der größte Anteilseigner bei Gmarket, so ein Bericht der koreanischen Nachrichtenagentur edaily.

Wie die Business Week am Montag berichtete, hielt sich eBay CEO John Donahoe letzte Woche bereits zu Gesprächen in Südkorea auf. Gmarket ist einer der führenden Online-Marktplätze in Südkorea, an dem ebenso Yahoo! eine Beteiligung hält. Wie eBay, ist auch Gmarket auf Customer-to-Customer Offerten spezialisiert. Das heißt, über die Plattform wird Kontakt zwischen 2 Privatpersonen hergestellt, die Gegenstände kaufen oder verkaufen wollen. Wie auch beim Online-Marktplatz eBay, kann dies über Versteigerungen geschehen oder durch einen direkten Verkauf.

Laut eigenen Aussagen hat Gmarket zirka 10 Millionen Nutzer. Das Unternehmen gilt als direkte Konkurrenz zu eBays südkoreanischer Auktionsplattform. Schon im September 2008 erhielt eBay von Seiten der südkoreanischen Wettbewerbsbehörde die Erlaubnis für eine Beteiligung an dem E-Commerce-Anbieter. Ein definitives Abkommen ist allerdings bisher noch nicht zu Stande gekommen. Das Wall Street Journal schrieb, dass Interpark sich dahingehend äußerte, dass ein offizieller Vertrag über den Zukauf der Anteile noch nicht abgeschlossen worden sei. Paul Lee, Rechtsanwalt von Gmarket meint: „Gmarket wird die Vorgänge nicht kommentieren.“


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