Back to the Roots – Kaufen Zennstrom und Friis Skype?

Das europäische Duo Niklas Zennstrom und Janus Friis, besser bekannt als die Gründer des Telefonieanbieters Skype, möchten, so die New York Times, Skype zurückkaufen. Angeblich, so Insider, haben sich die beiden schon an private Investmentmanager gewandt, so wie ihre eigenen beträchtlichen Geldmittel zusammengelegt um eBay ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten. Zennstrom und Friis verkauften Skype im Jahre 2005 an eBay und sind auf einen Schlag um 3,1 Milliarden Dollar reicher geworden. Der Schwede Zennstrom und der Däne Friis beschäftigten sich danach mit dem Aufbau von Atomico, einem Venture-Kapital-Unternehmen und setzten zusätzlich auf Joost, einem Video-Service mit Sitz in London.

Laut TeleGeography, einem Marktforschungsunternehmen hat Skype mittlerweile mehr als 405 Millionen registrierte Nutzer mit Einkünften von 145 Millionen Dollar im 4. Quartal 2008. Als eBay den Telefonieanbieter von den beiden Europäern kaufte, lag die Anzahl der User bei 53 Millionen. Ob für die Gründer auch ausschlaggebend ist, dass Skype inzwischen eine der beliebtesten Applikationen für das iPhone und ab Mai 2009 für den Blackberry anbietet, bleibt im Moment noch unbeantwortet. Da John Donahoe auch mehrfach die geringen Synergien mit eBay und PayPal herausgestellt hat und ebenso seine Bereitschaft an den Meistbietenden zu verkaufen kundgetan hat, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann sich Donahoe von Skype trennen wird.

Zennstrom und Friis ließen bisher alle Anfragen unbeantwortet und äußerten sich nicht zu den Mutmaßungen. Eine Person allerdings, die nicht näher benannt wird, die aber bei Verhandlungen mit anwesend war, erklärte, dass die beiden Europäer zirka eine Milliarde von privaten Investoren erhalten haben. Zudem soll angeblich eBay den Rest der Verkaufssumme in Form einer Seller Note finanzieren. Das heißt eine Kaufpreisstundungen seitens eBay für den Käufer, was bedeutet, dass eBay den beiden Käufern ein Darlehen gewährt. Analysten sagen, dass eBay mindestens 1,7 Milliarden mit dem Verkauf erzielen möchte. Angeblich soll die Kaufsumme bei etwa 2 Milliarden Dollar liegen.

Ein entscheidender Faktor, der andere potentielle Käufer abschrecken könnte sich an die Akquisition heranzuwagen, ist ein Rechtsstreit zwischen eBay und den Skype-Gründern. Hierbei geht um Joltid, einer von Zennstrom und Friis gegründeten Firma, deren peer–to-peer Technologihttps://www.onlinemarktplatz.de/wp-admin/post.php?post=14218&action=edit&message=1en eBay in Lizenz nutzen durfte, diese aber von den Skype-Gründern beendet wurde. Das Tragische daran, diese Technologien sind das Herzstück des Telefonieanbieters Skype. Der Verkauf von Skype würde mehrere Probleme für eBay lösen. Dazu gehört unter anderem, dass sie dieses Geld in den USA-Markt investieren könnten. Zwar hatte eBay 3,19 Milliarden Dollar an Bargeld am Ende des letzten Jahres, aber 2,8 Milliarden dieses Geldes befindet sich in Übersee und bei der Investition des Geldes in den schwächelnden US-Markt müsste eBay hohe Rückführungssteuern leisten, so die Analysten. Alan Marks, ein eBay-Sprecher erklärte, dass eBay zu Gerüchten keinen Kommentar abgibt.

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