Kanada startet eigenes Online-Auktionshaus

Geh zur Seite eBay! – die kanadische Regierung möchte auch gerne ein Stück vom Auktionskuchen, so die Überschrift in einer kanadischen Zeitung. Beamte der kanadischen Regierung sind gerade damit beschäftigt, eine Webseite für Versteigerungen zu entwickeln nachdem eine interne Studie ergeben hat, dass man mit Auktionen das Staatsbudget enorm auffüllen kann, indem man gebrauchte, beschlagnahmte oder überschüssige Waren in Internet-Auktionen anbietet.

Als Vorlage für die Staatswebseite dient der Online-Marktplatz eBay. Getreu dem eBay-Motto 3,2,1 meins …, sollen nun kanadische Bürger die Möglichkeit haben, Büromöbel, gebrauchte Autos, Boote, Computer und hunderte anderer Artikel, die die Regierung nicht mehr nutzt, ersteigern können. Bislang wurden solche Dinge durch die“Crown Assets Distribution Agentur? verkauft, die Waren im Wert von 14 Millionen Dollar an ausgewählte Käufer veräußerte. Die durchgeführte Studie jedoch ergab, dass man mit einer eBay-ähnlichen Seite sehr viel mehr Geld verdienen kann. Mit ein Grund für die neue Webseite ist auch, dass die Kosten für die Agentur relativ hoch sind und die Staatsverantwortlichen der Meinung waren, dass häufig zu geringe Preise für die einzelnen Güter erzielt wurden.

Am meisten verdiente Ottawa mit dem Verkauf von Altmetall und Fahrzeugen, die etwa 43% aller Verkäufe ausmachten. Potentielle Käufer konnten in der Vergangenheit die Waren vorab in regionalen Lagerhäusern oder im Internet begutachten und dann bei monatlichen Auktionen Gebote dafür abgeben. Nicht zur öffentlichen Versteigerung zugelassen sind Armeegegenstände oder andere militärische Artikel. Wann die kanadische Webseite an den Start geht wurde nicht verraten.

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