Aktienbewertungen des eBay-Papiers vor und nach dem Investorentreffen

Die Aktienbewertung von eBay vor dem Investor Day am 11. März 2009 sah bei dem Analysten James Mitchell, Analyst von Goldman Sachs wie folgt aus: Am 2. März stuft er das Papier von eBay mit „neutral“ ein. Der Grund: CEO John Donahoe und CFO Bob Swan hätten sich auf einer Konferenz dahingehend geäußert, dass eine weitere Ermäßigung der Einstellgebühren nicht bevorstehe. Im weiteren Verlauf werde aber der Kurs in diese Richtung gehen. Ferner sei davon gesprochen worden, die Bereitschaft zu haben den Telefonieanbieter Skype zu veräußern, sofern der Preis stimme.

Spencer Wang, Analyst der Credit Suisse, stuft ebenfalls Anfang März die Aktie von eBay unverändert mit „neutral“ ein und bestätigt das Kursziel von 15 US-Dollar. Wang fügt hinzu, dass am 11. März ein Analystentreffen stattfinden werde. Zwar habe eBay im 2. Halbjahr 2008 viele Änderungen bei den Gebührenstrukturen vorgenommen, doch sei es zweifelhaft, ob diese Angleichungen das Wachstum wiederbeleben könnten. Im 4. Quartal habe sich der Bruttowarenwert schwach gezeigt. Das Marktplatzgeschäft leide unter mehr als nur unter einer momentanen Schwäche und einer hohen Abhängigkeit von Autoverkäufen. Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten der Credit Suisse bei der Aktie von eBay beim Votum „neutral“.

Nach dem Investorentreffen am 11. März 2009 ergibt sich folgendes Bild:

Douglas Anmuth, Analyst von Barclays Capital, stuft die Aktie von eBay unverändert mit „equal weight“,also neutral ein. Mit dem Anlageurteil „equal weight“ raten die Analysten, eine Aktie im Portfolio genau so zu gewichten wie die Branche oder den Gesamtmarkt. Anmuth erklärt: eBay habe einen Dreijahresplan vorgelegt, wobei Skype eine zunehmende Bedeutung einnehme, während im Marktplatz-Business kein oder kaum ein Anstieg erwartet werde. Der Ausblick, den die Verantwortlichen bis zum Jahr 2011 gegeben hätten, könnte sich als zu zuversichtlich erweisen. Das Marktplatz-Geschäft habe nach wie vor mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen. Alleine schon die Prognosen auf das laufende Jahr seien beschränkt, sodass es noch schwerer falle, Vertrauen in die Planung für 2011 zu setzen. Da die Gewinnvorhersagen nach unten gesenkt worden seien, habe man das Kursziel von 15 auf 14 US-Dollar herabgesetzt.

Auch Benjamin Schachter, Analyst der UBS, stuft die Aktie von eBay in seiner Analyse vom 12.03. unverändert mit dem Rating „neutral“ ein. Das Kursziel werde bei 14 USD gesehen.

Youssef Squali, Analyst von Jefferies & Co, sagt am 13. März 2009, dass der Ausblick optimistisch aussehe und stuft daher das Papier von eBay gleich bleibend mit „buy“ ein. Auch sieht er den Titel als unterbewertet an.

Colin Sebastian und Paul Bieber, Analysten von Lazard Capital Markets, bewerten am 13.03.2009 den Anteilschein des US-amerikanischen Unternehmens eBay mit „hold“. Sie erklären:Das Management von eBay habe auf dem Analystentag ein hoffnungsvolles Bild des langfristigen Leistungsvermögens des Unternehmens als führende Internet-Plattform gezeichnet. Allerdings sind die beiden Analysten auch der Ansicht, dass eBay auf kurze Sicht vorerst noch ein schwieriges Jahr vor sich habe. Sebastian und Bieber sehen, ebenso wie Donahoe, in PayPal enormes Potenzial. Beim aktuellen Wachstum könne der Online-Bezahldienst PayPal bis zum Jahr 2010 zum größten und stärksten Unternehmensteil von eBay aufrücken. Die beiden Experten halten PayPal für den ansehnlichsten Aktivposten des Unternehmens.

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