Hohe Sicherheitsrisiken für Unternehmen durch die WLAN-Nutzung

Durch die große Verbreitung von drahtlosen Netzwerken wie vor allem WLAN, werden verbesserte Sicherheitsmaßnahmen immer wichtiger, so die Experten von Frost & Sullivan. Für Unternehmen bestehen die Risiken vor allem in der Verwendung alter, bedenklicher Protokolle sowie den eigenen Angestellten. Frost-&-Sullivan-Analyst Achyuthanandan beschreibt das Problem folgendermaßen: „Angestellte werden als größtes Risiko für die drahtlose Sicherheit gesehen, da viele nicht wissen, was auf dem Spiel steht, wenn Daten auf Smartphones oder Laptops kompromittiert werden oder verloren gehen.

Auf Firmenseite wiederum wird oft der Wert klarer Sicherheitsrichtlinien nicht verstanden. Viele Unternehmen begreifen nicht, wie wichtig es ist, eine zentral verwaltete Richtlinie für den drahtlosen Netzwerkzugriff zu definieren und durchzusetzen.“ In der Praxis sind die Richtlinien und nicht die Technologie in Sicherheitsbelangen entscheidend. Frost & Sullivan entsprechend, reichen eindeutige Richtlinien in Verknüpfung mit grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen meist aus, um drahtlose Netzwerke vor den meisten Problemen zu schützen. Nicht zu vergessen ist aber auch die „Erziehung“ seiner Mitarbeiter, so Achyuthananda. Oft umgingen die Mitarbeiter einfache Sicherheitsregeln und lieferten damit das komplette Unternehmen Eindringlingen aus.

Ein anderer Gefahrenfaktor liegt darin, dass viele Firmen weiterhin auf standardisierte Protokolle vertrauen, bei denen viele Schwachstellen bekannt sind. „Wired Equivalent Privacy“ (WEP) wird hier von Frost und Sullivan als Beispiel angeführt. Dieser Algorithmus zur Sicherung von WLAN-Übertragungen wird vom „Institute of Electrical and Electronics Engineers“ schon seit 2004 offiziell verweigert, da er die Sicherheitsziele nicht erreicht. Als sicher wird von den Experten „Wi-Fi Protected Access“ (WPA) aufgeführt.

Die Sicherheitsproblematik wird durch die zunehmende Bedeutung von Smartphones und Laptops im Handel immer wichtiger, da der Internet-Zugriff über teilweise öffentliche WLANs bei solchen Geräten nicht mehr wegzudenken ist. Man geht davon aus, dass etwa 90% der heute benutzten Laptops mit WLAN ausgestattet sind. Entsprechend oft sind Benutzer den damit verbundenen Gefahren durch immer neue Hacker-Attacken ausgesetzt.

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