E-Commerce-Plattform Luupo steht vor dem Verkauf

Vor kurzem noch berichtete Luupo in der Presse wir über den Erfolg der eigenen E-Commerce-Plattform, gegründet von Jörn und Kris Kunst. Jetzt kann man unter www.crn.de nachlesen, dass die beiden Gründer die Plattform verkaufen möchten und das, nur anderthalb Jahre nach der Gründung. Beim Start im Juli 2007 stand wieder einmal die Schlagzeile “Neuer eBay-Konkurrent am Start€? in der Presse zu lesen.

Der Grund für den Verkauf liegt darin, dass die E-Commerce Plattform keine Konsumentenbasis aufbauen konnte, die entsprechend breit gefächert ist. Auf dem Online-Marktplatz des Internethandels-Portals Shopanbieter.de wird Luupo wie folgt angeboten: „Prämierte E-Commerce-Plattform Luupo steht zum Verkauf“. Luupo hat bisher 21.000 Nutzer und über 5.500 Artikel veräußert, so das Verkaufsinserat, was jedoch übersetzt nichts anderes heißt als: Im Schnitt entspricht das nur einem Verkauf von zirka 10 Artikeln täglich.

In Branchenkreisen allerdings hat Luupo bisher sehr viel Anerkennung und Lob erhalten und das vor allem deshalb, weil nicht nach oben gesteigert wurde, sondern darauf gewartet wurde, dass der Preis gefallen ist. Luupo-Nutzer kauften Einsätze und konnten dadurch den Preis nach unten hin korrigieren.

Andererseits warnen Verbraucherschützer vor Luupo: „Diese Auktionen sind wie Glücksspiele. Die Angebote sind keinesfalls dazu geeignet, gezielt günstig einzukaufen.“ Das Problem ist hier, auch wenn alle Preise sinken, alleine um den momentanen Preis sehen zu können, muss man ein Gebot abgeben, und das schlägt gleich mit 49 Cent zu Buche – jedes Mal! Dafür sinkt mit jedem Gebot der Kaufpreis um 40 Cent. Klingt der gegenwärtige Preis interessant, kann man kaufen und bezahlt den aktuellen Preis.

Jörn und Kris Kunst erzielten sogar mit ihrem Business-Modell sofort nach Beginn des Start-Up-Unternehmens den Sieg beim Gründerwettbewerb des „Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie“. Die Luupo-Geschäftsführer nutzen dies auch im Verkauf ihrer Plattform und versprechen: „Das Konzept generiert sofort einen soliden, eigenen Umsatz. Es gibt zusätzlich zur 20% Gewinnspanne für jeden verkauften Einsatz à 50 Cent, ebenso Verkaufsmargen für jeden verkauften Artikel und Sonderumsatz bei Verfall nicht eingesetzter Einsätze.“

Doch wer soll eine solche Online-Plattform kaufen? Jörn und Kris Kunst schweben hier 3 denkbare Käufergruppen vor:

  • Internet-Händler, die den eigenen Handelsverkehr auf Luupo lenken könnten, um diesen besser auszunutzen
  • E-Commerce-Gründer oder eine IT-Firma, die genügend finanzstark sind, um den nötigen Traffic einzukaufen
  • Viel frequentierte Gemeinschaften, die nach Wegen suchen, ihr Besucheraufkommen zu monetarisieren, da Luupo ähnlich dem Web 2.0 aufgebaut ist.

Bis zum 15. März können Bewerber bei Shopanbieter.de ihre Interesse anmmelden.

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