Verbraucherschützer warnen vor manchen eBay-Alternativen

Viele Händler sprechen von den Alternativen zum Online-Marktplatz eBay, oder suchen solche als neue Vertriebskanäle. Jetzt haben allerdings Verbraucherschützer zum ersten Mal vor den, fast wie Pilze aus dem Boden schießenden, neuen Online-Auktionshäusern gewarnt. Dem Magazin Focus gegenüber erklärte Georg Tryba, Sprecher der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: „Diese Auktionen sind wie Glücksspiele. Die Angebote sind keinesfalls dazu geeignet, gezielt günstig einzukaufen.“

Hammerdeal, Luupo oder Rabattschlacht ködern die Konsumenten mit Neuwagen oder Edel-Uhren zum Billigpreis. Doch Verbraucherschützer warnen deshalb davor, weil im Gegensatz zu eBay, schon für die einzelnen Gebote bezahlt werden muss. Tryba fährt fort: „Unter Umständen bieten Käufer am Ende viel mehr als nötig. Dagegen erhält der Auktionsbetreiber oft ein Vielfaches des Kaufpreises.“

Die Bieterregeln sind bei den Internet-Versteigerungshäusern unterschiedlich: Rabattschlacht und Luupo locken mit sinkenden Preisen, wobei die entsprechenden Angebote jedoch nicht erkennbar sind. Bei Rabattschlacht muss man sogar für die Sichtbarkeit der Summe 80 Cent bezahlen. Sagt dem Bieter der Preis zu, kann er sofort kaufen. Wartet er allerdings bis der Artikel unter Umständen noch preiswerter wird, dann ist sein Einsatz weg.  Hammerdeal, so der Artikel, versucht mit dem niedrigsten alleine für sich stehenden Gebot die Kunden anzulocken.

Andere Webseiten sind in den meisten Fällen Nischenseiten, die nicht versuchen, eBay nachzuahmen. Sie sind spezialisiert auf bestimmte Produktgruppen. In Deutschland gibt es nur wenige allgemeine Auktionshäuser, die auch nur annähernd den Handelsverkehr von eBay nachweisen können. Als ein Beispiel sei hier amprice genannt. Für Anbieter bei amprice ist das Einstellen von Artikeln zum Verkauf kostenlos. Es wird ausschließlich eine Provision für das erfolgreiche Verkaufen von Artikeln und Gebühren für Extra-Optionen berechnet.

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