Experten über einen eventuellen Skype-Verkauf

Wie sagte John Donahoe, CEO von eBay: „Sollte es Neuigkeiten zu einem eventuellen Verkauf von Skype geben, werden wir es Sie wissen lassen.“ Nichts desto Trotz brodelt die Gerüchteküche. So hatte auch CNET einen Bericht darüber, der sich in erster Linie mit 2 Punkten befasste: Einer nimmt Bezug auf den COO von Skype, Scott Durschlag, der verkündete, dass die eBay-Tochter in den letzten 7 Quartalen ein sehr profitables Unternehmen war.

Zum anderen zitiert der Artikel den Analysten Jim Friedland von Cowen&Co., der Microsoft als den wahrscheinlichsten Käufer von Skype ansieht: „Microsoft würde Skype kaufen, um seine Internet-Position zu kräftigen und Marktanteile zu gewinnen. Google wäre leistungsfähig genug, um Skype zu übernehmen und könnte den VoIP-Dienst exzellent mit Google Talk verbinden.“

Viele sehen jedoch Yahoo als potentiellen Käufer, da Yahoo eine größere Erfahrung in der Arbeit und dem Umgang mit Kunden hat. Die britische und französische Telecom stehen auch ganz oben auf der Liste. Analysten allerdings erklären, dass Google den Zuschlag erhalten würde.

Das einzige Problem, sie sind der Ansicht, dass eBay zu viel für Skype bezahlt hätte, doch sollte sich eBay bei eventuellen Abschlägen nicht davon abhalten lassen, den Verkauf dennoch in die Wege zu leiten. Der Marktanalyst Jack Murphy sagte gegenüber der Times: „Das Unternehmen ist gut beraten mitzunehmen, was sie an Bargeld dafür bekommen können, um sich dann um ihre wankenden Kerngeschäfte zu kümmern“. Er hält es auch für sehr wichtig, dass eBay „die Tür für mögliche Käufer geöffnet hat“, dadurch dass es den Telefonie-Anbieter Skype als autonom zu sehendes Business ins Gespräch gebracht habe.

Google selbst hat die Gerüchte bislang nicht kommentiert. Analysten wie Jeffrey Lindsay, von Sanford C. Bernstein, zweifeln daran, dass eBay zum aktuellen Zeitpunkt versuchen wird, Skype zu verkaufen. Dass Skype irgendwann verkauft werden soll, dass allerdings bekräftigt er wie andere auch: „Wir denken, dass das eBay-Team Skype lieber behält und auf eine Wende und einen besseren Preis in ein zwei Jahren hofft“, erklärt Jeffrey Lindsay. „Skype zählt nicht zu den Kernaktivitäten eBays. Zudem haben sich die Hoffnungen auf ein Durchsetzen von VoIP-Dienstleistungen bei Social-Networking-Portalen nicht erfüllt. Ein Verkauf ist daher nicht auszuschließen“, so Philipp Bohn, Analyst bei Berlecon Research. Zudem sollten die wirtschaftlichen Probleme Skypes nicht unterschätzt werden. Obwohl man viele Nutzer für Skype-Dienste begeistern könne und diese auch gut durchdacht seien, käme am Ende des Tages jedoch vergleichsweise wenig Umsatz dabei heraus, so der Analyst Bohn weiter.

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