Erneut hartnäckige Gerüchte um den Verkauf von Skype durch eBay

Die englische Times Online beruft sich in einem Artikel auf Analysten und Experten, die berichten, dass ein möglicher Verkauf des Telefonie-Anbieters Skype bevorsteht. Angeblich wartet eBay nur auf ein passendes Angebot eines Interessenten.

Das Gerücht, dass Skype unter Umständen abgegeben werden soll, schwirrt verstärkt seit der Bekanntgabe der Q4-Zahlen durch die Presse. Grund dafür ist das Statement von eBay-CEO John Donahoe, der erklärte, dass Skype ein „großartiges eigenständiges Unternehmen“ sei. Als letzte Woche dann danach gefragt wurde, was man als Nutzen für die Anleger mit Skype tun wird, antwortete John Donahoe: „Die Synergien zwischen Skype und den anderen Bereichen unseres Portfolios sind minimal. Wir werden damit fortfahren, die Geschäfte zu leiten. Momentan werden wir uns von Skype nicht zurückziehen. Sollten zu gegebener Zeit Neuigkeiten anstehen, werden wir es Sie wissen lassen.“ Mit diesem Kommentar hat Donahoe selbst wieder ein Feuer entfacht, und die Gerüchte um einen Skype-Verkauf neu angeheizt.

Skype war kein Sonderangebot

Zu den zunächst bezahlten 2,6 Milliarden US-Dollar, sollten im Jahr 2008/2009 noch einmal rund 1,7 Milliarden US-Dollar  kommen. Die Voraussetzung dafür war die Erreichung bestimmter finanzieller Ziele. Da diese Ziele nicht erreicht wurden, hat eBay im Oktober 2007 1,2 Milliarden US-Dollar abgezogen und später eine Abschreibung von 1,4 Milliarden US-Dollar vorgenommen.

eBay hat also ohne Abschreibungen etwa 3 Milliarden US-Dollar für Skype bezahlt, würde also an einem Verkauf wohl nichts verdienen. Bleibt abzuwarten, ob die Aussage Skype sei ein „großartiges eigenständiges Unternehmen“ eine passende Einladung für Google, AT&T, oder US-Telcos war, um zumindest annähernd 3 Milliarden US-Dollar zu bezahlen.

Larry Witt, ein Analyst von MorningStar, sagte: „Wenn jemand nur den richtigen Preis bietet, dann glaube ich hat eBay kein Problem damit Skype abzustoßen.“ eBay gibt gegenwärtig keinen Kommentar dazu ab.

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