Immer mehr Deutsche mit Internetzugang

Wie der Hightech-Verband BITKOM am Donnerstag, dem 08.01.2009 mitteilte, besitzen inzwischen 75% der deutschen Haushalte einen Internetzugang, das entspricht einem Zuwachs von 5,6% gegenüber dem Vorjahr. Das bedeutet, dass Deutschland innerhalb des europäischen Vergleichs auf Rang 5 liegt. Platz 1 nehmen die Niederländer mit 86% ein, gefolgt von Schweden (84%), Dänemark (82%) und Luxemburg (80%). In Großbritannien verfügen 71% der Menschen über einen Internetzugang. Danach folgen Frankreich mit 62% und Italien mit 42%. Die Österreicher liegen an 8. Stelle (69%).

BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer stellt fest: „Das Internet ist das bedeutendste Infrastrukturprojekt des 21. Jahrhunderts. Vor allem das schnelle Breitband-Internet ist mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Was früher das Eisenbahngleis oder die Autobahn war, ist heute das Breitband-Internet. Trotz der großen Fortschritte bei der Internetversorgung muss weiter in die Kommunikationsnetze investiert werden – insbesondere in den Ausbau des Breitbandnetzes.“

Auf Anfrage von pressetext erklärt BITKOM-Sprecher Christian Hallerberg, dass diese Investitionen der Wirtschaft in schwierigen Zeiten wichtige Impulse für mehr Wachstum und Beschäftigung geben können und zudem auch längerfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland sichern könnten. Das schnelle Internet könne die wirtschaftlichen Prozesse verbessern, neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen kämen auf den Markt und Angebote für neue Bildungsangebote seien möglich.

Trotz der positiven Entwicklung der Internetanschlüsse gibt es immer noch 25% der bundesdeutschen Haushaltungen, die über keinen Zugang verfügen, was verschiedene Gründe hat. Zum einen sind es vor allem ältere Personen, die sich keinen Internetanschluss mehr zulegen wollen. Zum anderen, speziell was die Versorgung mit Breitband-Internet betrifft, gibt es zurzeit vielerorts noch Probleme. „Aktuellen Schätzungen der Bundesregierung zufolge gibt es rund 800 deutsche Gemeinden, in denen die Herstellung eines Breitband-Zugangs zurzeit noch nicht möglich ist“, berichtet Hallerberg.

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