Europa kann auf dem Weg zur nächsten Internetgeneration die Führung übernehmen

europa.jpgDie i2010-Strategie ist eine auf dem eEurope2005-Aktionsplan basierende Initiative. Der Aktionsplan eEurope 2005 folgt auf den Aktionsplan 2002 , bei dem der Schwerpunkt vor allem auf der Erhöhung der Zahl der Internetanschlüsse in Europa lag. Der neue, vom Europäischen Rat in Sevilla im Juni 2002 verabschiedete Aktionsplan, zielt auf die Nutzung dieser Anschlüsse im Hinblick auf eine Steigerung der wirtschaftlichen Produktivität und eine Verbesserung der Qualität der Dienste und des Zugangs zu ihnen für alle EU-Bürger, die sich auf eine sichere, vielen möglichst zugängliche Breitband-Infrastruktur stützt.

Nun hat die Europäische Kommission eine zufriedene Halbzeitbilanz, hinsichtlich des Fortschrittes des Plans gezogen. Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass Europa „auf dem Weg zur nächsten Internetgeneration die Führung übernehmen könnte.“ Schon zum jetzigen Zeitpunkt kann man mit etwa 100 Millionen Breitbandanschlüssen mehr Zugänge verzeichnen als z.b. in den USA. 70% der ländlichen Bevölkerung in den 27 EU-Mitgliedsstaaten habe Zugang zu Breitbandnetzen.
Der Versorgungsgrad an Anschlüssen steigt beständig in Richtung einer Vollversorgung. Allerdings fehlt bislang ein gleichförmiger digitaler Markt. Deshalb müssen weitere Anstrengungen unternommen werden auf dem Weg zum Web 3.0.
EU-Medienkommissarin Viviane Reding: „Das Internet der Zukunft wird unsere Gesellschaft radikal verändern. Web 3.0 bedeutet, dass Geschäft, Unterhaltung und soziale Vernetzung überall und jederzeit nahtlos über schnelle, zuverlässige und gesicherte Netze möglich sind. Es bedeutet das Ende der Trennung zwischen Mobilfunk- und Festnetzanschluss.“ Vorhandenes Wissen und auch Netzkapazitäten müssen jedoch genutzt werden, um das Web 3.0 entsprechend des Aktionsplans i2010 auf den Weg zu bringen. Hieraus, so Reding, ergeben sich nicht nur Pflichten, sondern ebenso reichhaltige Möglichkeiten und Chancen für die Wirtschaft in ganz Europa. Neue Techniken, die eine drahtlose und interaktive Vernetzung vorsehen, benötigen einen flächendeckenden Ausbau der Internet- bzw. Breitbandversorgung.

Die beiden Beratungsunternehmen Micus und WIK-Consult, sehen in dem europaweiten Ausbau des Netzes die Möglichkeit etwa 2 Millionen neue Stellen zu schaffen. Micus-Geschäftsführer Martin Fornefeld: „Der Zugang zu einer leistungsfähigen Breitband-Infrastruktur für Gewerbetreibende und Privatanwender ist eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Erzielung eines nachhaltigen Wachstums.“ Demgemäß würden die ausschlaggebenden volkswirtschaftlichen Effekte durch neue Services und Applikationen in der Wirtschaft wie e-Commerce oder e-Government erzielt.

Im Jahr 2006 habe die Breitband-Nutzung schon einen Wachstumsbeitrag von 0,71% (82,4 Milliarden Euro) geleistet und etwa 100.000 neue Arbeitsstellen in Europa geschaffen. Bis zum Jahr 2015 könne sich diese Entwicklung steigern, sollten Wirtschaft und Politik ihre Bestrebungen zum Ausbau von Web 3.0 forcieren. Man geht davon aus, dass aufgrund der Verbreitung einer Breitband-Infrastruktur und neuer Online-Dienste pro Jahr bis zu 340.000 neue Arbeitsplätze möglich sind.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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