Stellenkürzungen bei eBay immer wahrscheinlicher

diskussion.jpgDas US-Magazin Barrons informierte bereits vor zwei Wochen über die Entlassungsgerüchte bei eBay, nun folgt mit dem Focus ein deutsches Magazin, dass sich auf Informationen aus Konzernkreisen beruft. Demnach muss das weltgrößte Online-Auktionshaus zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte international Mitarbeiter in größerem Ausmaß entlassen.

In Kürze soll auch von eBay-Seite aus offiziell die Reduzierung der Angestellten um 1.500 angekündigt werden. Stimmen die Informationen, so soll von Kündigungen abgesehen werden. Stattdessen möchte das Unternehmen den Mitarbeitern Auflösungsverträge und Abfindungen anbieten. Es heißt, dass sich eBay vor allem auf höherer Ebene von Mitarbeitern trennen möchte.

Gegenüber Focus sagte ein eBay-Verantwortlicher: „Der Kundenservice bleibt verschont. Wir setzen in der Verwaltung den Rotstift an, und zwar vor allem in der oberen Etage.“ Das bedeutet, dass wohl in erster Linie Manager von dem Stellenabbau betroffen sein werden. In Deutschland sollen ebenso Jobs gestrichen werden.

Stefan Groß-Selbeck, eBay-Deutschland-Chef, wollte sich zum Umfang der wegfallenden Arbeitsplätze nicht äußern. Ziel der Konzernleitung ist es wohl, wichtige Bereiche zentral von San José aus zu steuern und zu entscheiden. Bisher waren die einzelnen Marktplätze immer weitgehend eigenständig und abhängig. Sie konnten über ihre heimischen Märkte ohne Eingriff aus dem kalifornischen Headquarter Entscheidungen treffen. Das ist durchaus nicht ungewöhnlich, denn in vielen welt- oder europaweit tätigen Konzernen wird versucht, durch Regionalisierung, bzw. Zentralisierung von Funktionen, Kosteneinsparungen zu erzielen.

Sollten diese Verantwortlichkeiten tatsächlich beschnitten werden, trifft es die eBay-Verantwortlichen in der Bundesrepublik hart. Denn glaubt man den geschäftsinternen Untersuchungen, ist kein Online-Marktplatz so gewinnbringend, wie der deutsche Marktplatz. Zwar hat der amerikanische Marktplatz den größten Umsatz, jedoch sind die Gewinne geringer als in Deutschland.

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