Gerüchte über Streichung von 10% der Stellen bei eBay

maennchen_menge.jpgBarron’s (wöchentliches Inverstor-Magazin) und Reuters berichten darüber, dass eBay 1.500 Angestellte entlassen wird. Wieder einmal Gerüchte, die allerdings weder bestätigt, noch dementiert sind. Barron’s zitiert den Wedge-Bericht, von den Analysten Brian Blair und Ryan Hunter („Wedge Partners“)  mit weiteren Angaben zu den Ursachen dieser Geschäftsverschlechterung. Dazu zählt unter anderem das globale Geschäft des Unternehmens, das in den vergangenen Monaten aufgrund des schwachen Dollars die Bilanzen gestärkt hat. Doch zur Zeit erstarkt der Dollar und damit lässt das internationale Geschäft die Gewinne sinken.

Werden diese Entlassungen tatsächlich stattfinden und wenn ja, in welchen Bereichen? Welchen Einfluss wird es auf die eBay-Gemeinschaft haben – die Verkäufer und Käufer? Eine Entlassungsquote von zirka 10% wird keinen direkten Einfluss auf den Durschnitts-eBay-Nutzer haben, aber die Verwirrungen um das eBay-Buisiness werden weitergehen.

eBay wird erklären, dass sie reorganisieren, neu strukturieren, um die Effizienz des Konzerns zu erhöhen, aber die Leute auf der Strasse werden all das nicht verstehen. Die meisten Menschen sehen Jobkürzungen als ein Zeichen von Schwierigkeiten an. Wie könnten die Empfindungen bei eBay sein? 1.500 Leute entlassen, das bedeutet alle Blogs werden wieder überquellen. Zeitungen werden sich auf die Entlassenen stürzen um Schlagzeilen zu machen und die Entlassenen werden vielleicht gegen eBay arbeiten!

Zweitens: Die eBay-Gemeinschaft wird sich fragen: Kann ich eBay noch meine Geschäfte anvertrauen? Drittens: Die Allgemeinheit wird sich vielleicht darüber Gedanken machen, ob eBay noch in der Lage sein wird, Leute zu überreden auf dem Online-Marktplatz Geschäfte zu betreiben, denn keiner will an Bord eines sinkenden Schiffes gehen.

Als Händler werden die Dinge auch nicht besser werden. Es ist nicht, dass es nicht genügend Mitarbeiter gibt, nein das Ding ist einfach verfahren. Als Käufer ist es nicht leicht auf einer Plattform einzukaufen, wenn die Nachrichten über den Handelsort negativ berichten.

Warum also die Freistellungen? eBays Aktienkurs ist nicht gerade hoch. Barron’s erklärt zudem, dass er wahrscheinlich nicht besser wird. In dieser Situation liebt es die Wall Street, wenn Firmen Leuten kündigen, aber ob diese Maßnahme eBay weiterhilft ist fraglich.

Yahoo hatte im Jahre 2006 ähnliche Probleme und in dem sogenannten „Peanut Butter Manifesto“ erläutert der Autor, wie schwer es ist, wenn ein Unternehmen von Personen geleitet wird, denen die Theorie näher steht als die Praxis. Entscheidungen werden oft aufgrund von Universitäts-Theorien getroffen und Erfahrungen wurden in der realen und nicht der virtuellen Verkaufswelt gesammelt. Oftmals kommt es dann auch noch dazu, dass die Mitarbeiter, die tatsächlich unentbehrlich wären (Reformer, ambitionierte und leidenschaftliche Angestellte, Querdenker), irgendwann ihren Hut nehmen, weil ihre Bemühungen und Anstrengungen für den Betrieb in allem anderen untergehen und sie einfach nur entmutigt sind.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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