Amerikaner schränken ihre Ausgaben wieder ein

sparschwein.jpgChangeWave, ein Recherche-Netzwerk in den USA, hatte im Juli unter 4.525 Verbrauchern eine Umfrage gestartet zum Thema Geldausgaben in den nächsten 90 Tagen. Das bis zum Mai anhaltende Hoch der Verbraucherausgaben in den USA ist eindeutig wieder zurückgegangen, so die Studie.

Und wie die Befragung weiter zeigt, haben die amerikanischen Kunden auch in nächster Zeit nicht vor, ihre Ausgaben wieder in die Höhe zu schrauben. So erklärten 43% der Interviewten, dass sie in den nächsten 90 Tagen ihren Gürtel erneut enger schnallen werden, was immerhin einen Anstieg von 3% im Vergleich zum Monat Mai ausmacht. Nur 26% sagten, dass sie wieder mehr Geld ausgeben  werden.

Warum aber senken die Verbraucher erneut ihre Ausgaben? Die Inflation und die gestiegenen Energiekosten sind die beiden ausschlaggebenden Punkte für die Amerikaner. Immerhin 56% der Befragten sagten, dass sie wegen der hohen Energiepreise weniger einkaufen werden in den nächsten 3 Monaten, 7% mehr als bei einer Umfrage im Mai. Die allgemeine Inflation steht als Grund auf Rang 2. Gleichzeitig sind es Argumente wie das Zurückzahlen von Schulden bei 24% der Umfrage-Teilnehmer und Geld sparen (18%).

Die Meinung der Verbraucher zu der bevorstehenden wirtschaftlichen Situation hat sich seit Mai ebenfalls verändert. So glauben 55% der Interviewten, im Mai waren es 39%, dass die wirtschaftliche Lage immer schlechter werden wird. 11% glauben an den wirtschaftlichen Aufschwung, hier lag der Prozentsatz bei 17% im Mai 2008.

Was die Trends beim Einzelhandel anbelangt, so besuchen die Verbraucher immer häufiger Discount- oder Großhandelsseiten. So wie es aussieht, wird sich diese Tendenz in der nächsten Zeit auch noch verstärken und längerfristig anhalten. Der größte Verlierer in den Zeiten des Sparens sind  Reiseagenturen, bei denen sich die Sparsamkeit selbst jetzt zur Hochsaison des Urlaubs bemerkbar macht. Nur 28% sagten, dass sie auch in der nächsten Zeit auf Urlaub auf keinen Fall verzichten möchten.

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