Google wollte anonym Stellung zum PayPal-Zwang bei eBay beziehen

aufdecken.jpgWir hatten bereits mehrfach über den Streit bezüglich der PayPal-Pflicht in Australien berichtet und verwiesen auch auf die Webseite der Wettbewerbsbehörde ACCC, wo ein Dokument über eine Eingabe gegen den PayPal-Zwang veröffentlicht wurde. Das Dokument sollte eingentlich anonym veröffentlicht werden, nun stellte sich aber heraus, dass der Suchmaschinenbetreiber Google Autor dieses Dokumentes war.

Aufmerksame Leser fanden auf dem PDF-Dokument folgende Zeile: „ACCC Submission by Google re eBay Public 2.DOC“, was dafür spricht, dass Google hinter dem eingentlich namenlos veröffentlichten Dokument steckt. Die Wettbewerbsbehörde reagierte ziemlich schnell, entfernte das Schriftstück und setzte es dann wieder auf ihre Webseite – natürlich ohne die Zeile.

Hintergrund der ganzen Geschichte: Die ACCC hat vor geraumer Zeit dazu aufgefordert, dass alle, die sich zu dem PayPal-Zwang äußern möchten, Stellung nehmen. Diese Stellungnahmen sollten hiernach veröffentlicht werden und nur bei Firmen, die unter Umständen Geschäftsgeheimnisse dadurch verraten hätten, durften anonym bleiben.

Das wollte sich Google nicht entgehen lassen, denn der Streit zwischen eBay und Google schwelt schon seit einiger Zeit. Zum einen, weil eBay den Online-Bezahldienst Google-Checkout auf seiner Plattform nicht zulässt, zum anderen, weil Google letztes Jahr im Juni eine Gegenveranstaltung zu eBay Live! starten wollte – die Boston Tea Party.

Die ACCC wird ihr Urteil Mitte Juni bekanntgeben und bis dahin kann es durchaus sein, dass eBay auch für Google noch was einfallen lassen wird.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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