PayPal-Zwang in Australien ist Testballon für weitere eBay-Marktplätze

Im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalszahlen für das erste Quartal 2008 hat sich John Donahoe auch zu weiteren Reformen bei eBay geäußert.

Die New York Times zitiert Donahoe in Bezug auf die Einführung von PayPal als verpflichtende Zahlungsoption wie folgt: “… if the test was successful, the company will introduce it in other countries – in months, not years!” Sollte also der Test des PayPal-Zwanges in Australien erfolgreich verlaufen, so wird PayPal verpflichtend auch in anderen Ländern eingeführt und zwar nicht lang-, sondern kurzfristig. Einige australische Verkäufer versuchen bereits, sich gegen die Änderung zu wehren und haben eine Online-Petition gegen die zwanghafte Einführung von PayPal gestartet.

Große Powerseller sollten von der Änderung eher unbeeindruckt sein, größere Probleme dürften die kleinen Powerseller bekommen, da PayPal mit zusätzlichen Gebühren verbunden ist und insbesondere bei kleinen Händlern die Spanne weiter schmälert.

Die bisherigen Reformen, wie die Änderung der Gebühren, der Verzicht auf negative Bewertungen für Käufer und die Änderungen der Listingreihenfolge stärken die großen Verkäufer und schwächen die eher kleinen Händler. Valerie Lennert, eine langjährige, aber kleinere Verkäuferin von Puppenbekleidung bei eBay beklagt, dass die Änderungen bei eBay, insbesondere die Ändeung bei den Suchergebnislisten, ihre Produkte fast “unsichtbar” machen.

Diese Problematiken sieht Donahoe allerdings nicht: “...it is not the company’s intent to discriminate against small sellers. But, where large and small sellers are trying to cut corners and not provide a good buying experience, we are making less room for them in the marketplace.? Er sagt, kleine Verkäufer würden nicht diskriminiert, dass eBay aber keinen Platz für Verkäufer habe, die für schlechte Kauferfahrungen sorgen.


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