Sehr positive Quartalszahlen bei eBay – der deutsche Markt wird immer wichtiger

eBay hat die Quartalszahlen für das erste Quartal 2008 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen eine Gewinnsteigerung um 22% auf 459,7 Millionen US-Dollar oder 34 Cent pro Aktie. Der Umsatz für das Q1 wird mit 2,19 Milliarden US-Dollar angegeben, was einer Steigerung um 24% entspricht. Das Wachstum des Umsatzes ist primär durch die Online-Marktplatz-Transaktionen, das stetige Anwachsen von PayPal, Skype und dem weltweiten Kleinanzeigen-Markt hervorgerufen.

Der internationale Handel hat eBay dazu verholfen, von starken Fremdwährungen zu profitieren und nicht vom schwachen Dollar abhängig zu sein. Der Konzern erwirtschaftet mehr als die Hälfte seiner Umsätze ausserhalb der USA und wächst dort doppelt so stark wie in den USA, dem eigentlichen Heimatmarkt. Deutschland ist für eBay mit rund 14,5 Millionen aktiven Mitgliedern der zweitgrößte Markt nach den USA.

Der Netto-Gewinn beläuft sich, auf GAAP-Basis (US-amerikanische Vorschrift der Rechnungslegungsgrundsätze) auf 460 Millionen Dollar, oder 0.34 Dollar je Aktie. Ohne Sondereinflüsse (Non-GAAP-Basis) verbuchte eBay einen Gewinn von 562 Millionen Dollar oder 42 Cent.

Die Gewinnspanne liegt im Vergleich zum Vorjahr etwas niedriger bei 25,2%, im gleichen Vorjahreszeitraum bei 26,5%. Der betriebliche Cash-flow liegt bei 766 Millionen US-Dollar. Der Cash-Flow stellt die Nettozuflüsse liquider Mittel aus Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten dar und ist einer der wichtigsten Indikatoeren der Zahlungskraft und damit der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens.

John Donahoe kommentierte die Zahlen wie folgt: „Dieses war ein finanziell starkes Q 1 für unser Unternehmen. Die Ergebnisse spiegeln die Stellung unserer unterschiedlichen Geschäftsbereiche wider. Unsere Stabilität und das Wachstum gibt uns die Zuversicht innovative Veränderungen weiter voranzutreiben, um unsere Nutzer weiterhin für die nächsten Jahre so aktiv zu sehen.” Das neue Gebührenmodell zeige bereits erste positive Wirkung, sagte Donahoe weiter. Die Zahl der eingestellten Artikel stieg im ersten Quartal um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Bob Swan, eBay CFO dazu: „Wir sind erfreut über unsere Q 1 Resultate, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns. Wir werden uns jetzt weiter auf unsere begonnenen Strategien besinnen und daran arbeiten.”

Die Zahlen lagen erneut über den Schätzungen der Analysten. Im nachbörslichen Handel stieg die Aktie um etwa 0,7 Prozent auf 32,35 Dollar. eBay rechnet nach dem kräftigen Plus im ersten Quartal auch im Gesamtjahr mit mehr Gewinn als bisher geplant. Der erwartete Umsatz für 2008 soll nun zwischen 8,7 und 9,0 Mrd. US-Dollar liegen. Beim Gewinn je Aktie erwartet eBay 1,35 bis 1,40 US-Dollar.


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