Corona-Krise: Start-ups in der Existenznot

Start-ups haben es schon in normalen Zeiten schwer. In der Corona-Krise müssen sie besonders stark um ihre Existenz kämpfen. Das dürfte nicht nur an den Umsatzausfällen, sondern auch an den Entscheidungen der Investoren liegen.

Die Corona-Krise bringt viele Verlierer hervor. Neben stationären Händlern sind es vor allem Start-ups, deren Einnahmen stark zurückgehen. Doch das ist nicht das einzige Übel: Laut einer Analyse der Beratungsgesellschaft EY verringern sich ihre Chancen, an neue Mittel heranzukommen, weil Investoren bei der Finanzierung junger Firmen vorsichtiger sind als zuvor.

Weniger Investitionen, hohe Umsatzausfälle

„2019 dürfte vorerst das letzte Rekordjahr für das europäische Start-up-Ökosystem gewesen sein“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur Hubert Bart, der bei EY den Vorsitz führt. Ihm zufolge werde die gegenwärtige Corona-Krise zu weniger Investitionen und gewaltigen Umsatzausfällen führen. Für den Technologiestandort Deutschland ist das keine gute Botschaft. Bart rechnet mit einem enormen Rückschritt, der sich hinziehen könnte. Da die meisten Start-ups keine Gewinne machen, sind sie auf die Hilfe von Investoren angewiesen. Die einzige Hoffnung bleibt derzeit der Schutzschirm der Bundesregierung. Ob die zwei Milliarden Euro, die er umfasst, tatsächlich ausreichen, um alle Start-ups zu retten, ist jedoch fraglich.