eBay verschärft Sicherheitsmaßnahmen – Anruf bei Kontenzugriff von fremden PCs

Der Online-Marktplatz eBay hat eine deutliche Verstärkung seiner Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Zunächst wird das Unternehmen die Computer der Verkäufer registrieren. In einer Datenbank werden alle PCs, von denen aus ein Händler normalerweise seine eBay-Geschäfte tätigt, gespeichert. Ab Juni diesen Jahres beginnt eBay damit, die Händler danach zu überprüfen, ob sie von ihrem eigenen Computer oder einem fremden Computer ihren Handel betreiben.

Sollte man sich ab diesem Zeitpunkt von dem PC eines Freundes oder der Arbeitsstelle einloggen, wird automatisch ein Telefonanruf unter der vom Verkäufer angegebenen Telefonnummer ausgelöst, um sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um den registrierten Händler handelt.

eBay schlägt daher vor, bei der Anmeldung auch die entsprechende Handynummer oder die Telefonnummer des Arbeitsplatzes mit anzugeben, denn verpasst man den Anruf, so wird die Artikeleinstellung nicht möglich sein. Bislang ist noch nicht klar, wie all diese Informationen verwaltet werden, und, ob sie für die Allgemeinheit zugänglich sind.

Mittlerweile nutzen bereits viele Webseiten solche Datenbanken, bei denen allerdings nicht die Möglichkeit besteht, persönliche Daten auszumachen. Bisher ist auch noch nicht eindeutig, ob diese Datenbanksysteme nur in den USA, Kanada, Indien und Australien, oder auf allen eBay-Marktplätzen angelegt werden.

Einen Unterschied gibt es allerdings auch noch zwischen den USA und Australien: In der Ankündigung für Australien heißt es, dass Nachprüfungsanrufe stattfinden können, in den USA finden diese sicher statt. Wie aber wird eBay damit umgehen, wenn man als Händler bereits mehrere PCs benutzt, sich einen neuen Computer kauft oder im Urlaub von eine Internet-Cafe aus seine Geschäfte weiterverfolgen möchte?


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