Verbraucherbefragung zu Corona: 8 von 10 Deutschen haben Verständnis für Verzögerungen im Online-Handel

Der stationäre Handel ist durch Schließungen besonders vom Ausbruch des Coronavirus betroffen. Im Online-Handel ist das Bild differenzierter: Auch hier müssen viele Händler*innen Umsatz-Rückgänge verkraften, andere hingegen profitieren von der gestiegenen Nachfrage bei bestimmten Produktgruppen. Aber wie nehmen eigentlich die Verbraucher*innen den Online-Handel in Zeiten von häuslicher Quarantäne und Kontaktverbot wahr? Eine repräsentative Verbraucherumfrage von YouGov im Auftrag der Shopping- und Vergleichsplattform idealo gibt Aufschluss.

Verbraucher*innen sehen bislang kaum Einschränkungen im Online-Handel

Die Befragung legt nahe, dass der Online-Handel zumindest aus Verbrauchersicht noch weitgehend reibungslos verläuft. Nur etwa jede*r Fünfte (19 Prozent) hat in den letzten Tagen und Wochen Probleme beim Bestellen von Waren über das Internet festgestellt, die auf das Coronavirus zurückzuführen sind.[1] Bei der Auslieferung der Waren sind es sogar nur 16 Prozent. Dabei hat die überwiegende Mehrheit der Verbraucher*innen vollstes Verständnis dafür, wenn es im Online-Handel in den nächsten Wochen zu kleineren Schwierigkeiten kommen sollte. Acht von zehn Deutschen (80 Prozent) fänden Verzögerungen bei der Lieferung von Waren verzeihlich. Dass Pakete teilweise ohne persönlichen Kontakt vor der Wohnungstür platziert werden, finden ebenfalls 80 Prozent der Befragten in Ordnung.

Befragte wissen Arbeit der Logistik-Branche mehr zu schätzen

82 Prozent der Deutschen finden es gut, dass Paketlieferdienste und Post weiterhin Haushalte mit Briefen und Paketen beliefern. Während verspätete Lieferungen im Normalfall schnell für Missmut bei den Verbraucher*innen sorgen können, scheint die Logistik-Branche angesichts der momentanen Lage Sympathiepunkte zu gewinnen: Aktuell sagen 84 Prozent, dass sie die Arbeit der Lieferdienste nun mehr zu schätzen wissen. Vor allem ältere Befragte (92 Prozent bei den Befragten ab 55 Jahren) und Frauen (87 Prozent) zeigen angesichts der Situation viel Sympathie für die Lieferant*innen.

27 Prozent wollen mehr online bestellen

Eine verlässliche Prognose, wie sich der Online-Handel in den nächsten Wochen entwickeln wird, lässt sich kaum treffen. Die Verbraucher*innen scheinen unentschieden zu sein: 23 Prozent der Befragten wollen jetzt eher weniger online bestellen. Rund ein Viertel (26 Prozent) findet sogar, dass die Zustellung von nicht notwendigen Briefen und Paketen vorerst ganz eingestellt werden solle. 27 Prozent der Deutschen hingegen wollen in den nächsten Wochen eher mehr im Internet shoppen.

[1] Die verwendeten Daten wurden von der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag der idealo internet GmbH erhoben. An der Online-Befragung nahmen zwischen dem 20. und 23.03.2020 2035 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.


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