Bundestag beschäftigt sich mit der Problematik Online-Sucht

Gabriele Farke vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe für Onlinesüchtige, beschäftigt sich schon seit langer Zeit mit der Thematik der Onlinesucht und wurde am Beginn ihrer Tätigkeit nur belächelt. Mittlerweile allerdings wird das Phänomen Online-Sucht durchaus ernster genommen Online-Sucht und Farke scheint nun langsam Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Nun nahm sich der Deutsche Bundestag des Problems an und Farke gehörte zu den eingeladenen Sachverständigen. Gemeinsam mit den Experten sollte in einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Kultur und Medien der Frage nachgegangen werden, ob die übermäßige Nutzung des Internets tatsächlich gefährlich ist.

Den Ausschuss interessierte in erster Linie, wie Medienabhängigkeit oder Onlinesucht gedeutet wird, wie weit verbreitet das Problem ist und ob es sich dabei effektiv um eine neue Form der Sucht oder um eine Ausprägung anderer Erkrankungen handelt.

Die eingeladenen Experten aus unterschiedlichen Bereichen sollten über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten des Eingreifens, über denkbare Hilfen oder Therapien Aufschluss geben. Weiterhin wollte der Ausschuss wissen, inwieweit und in welchem Ausmaß die Politik intervenieren soll.

Farke: „Die heutige Anhörung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Für die Öffentlichkeit ist dies ein wichtiges Zeichen. Es zeigt deutlich, dass der Ernst dieser Problematik mittlerweile doch erkannt wird.” Bis heute hätte sich zwar einiges diesbezüglich verbessert, ein ausgeprägtes Bewusstsein für Online-Sucht würde aber auch heute noch großteils fehlen.
Ihrer Meinung nach sollten betroffene Süchtige mit Förderungen unterstützt werden.


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