Die wichtigsten Säulen des Online-Handels

Noch immer sind die Ausschau nach neuen Märkten und E-Mail-Marketing für Online-Händler die wichtigsten Bestandteile ihres Geschäfts, auch wenn das Interesse an Videos und sozialen Netzwerken immer mehr in den Vordergrund rückt, so eine aktuelle Studie von Shop.org in Zusammenarbeit mit Forrester Research.

Befragt wurden 125 Internet-Händler, von denen 90% auf bezahlte Nachforschungen bzgl. neuer Märkte vertrauen und 92% verlassen sich auf E-Mail-Marketing. Zum Vergleich, nur 26% nutzen soziale Netzwerke und 21% bauen auf Videos.

Im kommenden Jahr könnte allerdings ein Wechsel hin zu neuen Werbetaktikten stattfinden, denn 65% der Befragten sehen in sozialen Netzwerken eine steigende Priorität. Scott Silverman, Direktor von Shop.org., einem Bereich der „National Retail Federation“, warnt allerdings davor, den sozialen Komponenten zu sehr zu vertrauen, da es hierfür noch nicht genügend Erfahrungswerte gebe. Auch ist er nicht überzeugt davon, dass durch diese Art der Werbung mehr neue Verkäufer angezogen würden. Online-Händler, die schon mit sozialen Netzwerken als Werbemittel arbeiten, berichten, dass die Durchschnittskosten bei etwa 50 US-Dollar liegen, was in etwa den herkömmlichen Ausgaben entspricht, so die Studie. Silverman: „Social-Networking-Seiten brauchen ein wenig Zeit um als Business zu reifen.”

Zu dem Einsatz von Videos befragt, antworteten 67%, dass diese im Jahr 2008 das kommende Medium zur Werbeunterstützung werden. Auch Instant Messengers, Widgets und RSS-Feeds gewinnen immer mehr an Bedeutung.
„Händler sind natürlich sehr interessiert an neuen Wegen des Marketings. Unsere Empfehlung ist es aber, sehr vorsichtig zu sein. Man kann getrost behaupten, dass es noch immer einige Fragezeichen gibt bezüglich der Rentabilität der neuen Taktiken, während Mails, kostenfreie Lieferung und Erforschung des Marktes bewährte Strategien sind”, so Scott Silverman.

Es gibt viele Lieferanten, die 2008 weg möchten von kostenfreien Sendungen, zugunsten von Bonus-Programmen. Silverman jedoch rät: „So kostenintensiv die gebührenfreie Versendung der Waren auch sein mag, man sollte diesen Weg weitergehen. Viele Händler sind zwar der Ansicht, dass Verbraucher bei kostenpflichtigen Lieferungen weiter einkaufen werden, doch befragt man Kunden, so steht unentgeltlicher Versand bei ihnen an erster Stelle.”

Insgesamt ergab die Studie, dass Online-Händler weiter ihren Fokus darauf richten werden, neue Kunden zu gewinnen.
In 2007 wurde 53% des gesamten Marketing-Budgets in die Kundenakquise gesteckt, während nur 21% in Kunden-Pflege investiert wurde.

Verkaufsverförderung auf Online-fernen Vertriebswegen schlug mit 15% zu Buche und mit 11% des Budgets wurde die Marken-Bekanntmachung finanziert. Da der Online-Handel in den nächsten Jahren langsamer wachsen wird als bisher (Prognose: im Jahr 2011 11%, heute noch 17%), muss man darauf achten, Verbraucher zufriedenzustellen, dass ist der Anspruch, den Händler an sich stellen sollen, so Silverman.


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