Online-Möbelhändler Wayfair streicht fast jede zehnte Stelle in Berlin

Vor knapp acht Jahren expandierte der Online-Möbelhändler Wayfair nach Berlin. Doch nun streicht das Start-up in der deutschen Hauptstadt rund 90 Stellen. Das soll den Kunden zugutekommen, so das Unternehmen.

Der Internethandel mit Möbeln hat seinen Zenit noch lange nicht erreicht. Die Branche steckt noch in den Kinderschuhen, und nicht allen Anbietern fällt es leicht, ansehnliche Umsätze zu generieren. Einer, dem es gelingt, ist Wayfair. Das Start-up aus Boston wächst schon seit Jahren, auch wenn es auf Kosten schwarzer Zahlen geht. 2012 eröffnete der Möbelhändler auch ein Büro in Berlin, wo er noch kürzlich viele Mitarbeiter einstellte. Doch nun kommt eine überraschende Wende: Wie die Berliner Morgenpost berichtet, will Wayfair am deutschen Standort fast jede zehnte Stelle streichen.

Den Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis bieten

„Wir evaluieren kontinuierlich die Anforderungen an das Unternehmen und unsere Teams, um neue Chancen und Initiativen zu nutzen, die unseren Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis bieten“, bestätigte die Unternehmenssprecherin. „Im Rahmen dieses Prozesses zur Effizienzsteigerung haben wir einige organisatorische Änderungen vorgenommen, die etwa drei Prozent unserer weltweiten Belegschaft und rund 90 Personen an unserem Berliner Standort betreffen“, hieß es.

Viel Umsatz, große Verluste

Wayfair vertreibt Möbel über das Internet, produziert sie aber nicht selber, sondern arbeitet mit knapp 11.000 Herstellern oder Großhändlern zusammen. Im Jahr 2018 gelang es dem Unternehmen, fast sieben Milliarden US-Dollar umzusetzen. Allerdings musste Wayfair auch viel investieren, weshalb das Start-up einen Verlust von 500 Millionen US-Dollar einfuhr.


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