Druck aus dem Internet: Kaufhauskette Macy’s muss Filialen schließen

Die Einkaufspassagen werden leerer, die Malls verwaisen. In den USA haben große Warenhäuser unter der Konkurrenz aus dem Netz zu leiden. Nun zieht die umsatzstärkste Kette Konsequenzen.

Der Online-Handel boomt weiterhin und zwingt nach und nach auch die umsatzstärksten Kaufhausketten in die Knie. Zu ihnen gehört beispielsweise Macy’s, ein traditionelles Unternehmen mit Sitz in Cincinnati in Ohio. Wie Heise Online berichtet, steckt die Kaufhauskette in einer tiefen Krise und muss in den USA fast jede vierte Filiale schließen. Der Sparkurs gehe so weit, dass auch in der Verwaltung jede zehnte Stelle wegfalle.

Angst vor einem Dominoeffekt

Laut dem US-Statistikamt verzeichneten Online-Händler im letzten Jahr einen Zuwachs von 19 Prozent. Das wirkt sich auf die stationären Anbieter aus, wie die Lage in einigen US-amerikanischen Einkaufszentren zeigt. Wenn die große Warenhauskette Macy’s dort ihre Filialen schließt, entsteht ein Dominoeffekt. Die kleineren Händler sind kaum in der Lage, ohne den starken Nachbar Kunden anzuziehen. Früher oder später müssen schließlich auch sie die Einkaufszentren räumen.

Kleine Läden statt große Kaufhäuser

Die Art und Weise, wie Macy’s auf den Druck aus dem Internet reagiert, könnte bald schon wegweisend für andere große Kaufhäuser werden: Der Konzern will die verbleibenden Filialen renovieren und einige wenige kleine Läden unter der Bezeichnung Market by Macy’s aufbauen – ganz nach dem Vorbild von Amazon. Diese Geschäfte sollen über eine weitaus geringere Verkaufsfläche verfügen und viel weniger Artikel anbieten. Der erste Laden hat bereits in Texas seine Pforten geöffnet.


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