Was beim Verkauf von Schmuck beachtet werden muss

Schmuck ist etwas sehr Persönliches – mancher Schmuck gefällt jemanden, der nächste kann mit dem Stück nichts anfangen. Was für den einen ein wertvolles Familienerbstück ist, ist für den nächsten vielleicht nur alter Plunder. Dafür ist das Edelmetall im Schmuckstück wertbeständig und dessen Preis kann nach festen Kriterien bestimmt werden.

Beim Goldhandel ist Vorsicht immer angebracht

Wer als Privatmensch und Laie sein Gold verkaufen möchte, sollte immer Vorsicht walten lassen und immer erst verschiedene Angebote einholen. Eine seriöse Anlaufstelle sind renommierte Goldhändler, der Münzen und Barren verkaufen und Schmuck ankaufen.

Schmuck kann bei Juwelieren, Banken oder Scheideanstalten verkauft werden. Heute bieten auch Online Händler an, Schmuck zu kaufen. Weil es im Edelmetallhandel viele schwarze Schafe gibt, ist es wichtig einzelne Angebote von Käufern zu vergleichen und zu lernen, womit sich seriöse Händler auszeichnen. Um hier die Spreu vom Weizen zu trennen ist der erste Schritt die üblichen Marktpreise von Edelmetallen und Schmuckstücken zu recherchieren – wer im Laden oder Offline auffällig günstige Preise anbietet, arbeitet nicht seriös. Außerdem können seröse Händler ihnen Fragen zum Schmuck, zum Material oder Legierungen beantworten.

pixabay.com ©Abbeylein (Creative Commons CC0)

Bei Online-Shops gelten im Wesentlichen dieselben Regeln: Ist der Händler telefonisch erreichbar? Kann er Sachfragen überzeugend beantworten? Andere Faktoren auf die geachtet werden kann sind Prüfsiegel wie „Trusted Shop“, oder das der Händler Mitglied im entsprechenden Berufsverband ist.

Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Schmuckankäufer?

Bei Schmuckstücken die keinen oder nur einen geringen Sammlerwert haben, könnten Scheideanstalten eine Option sein. Diese kaufen Edelmetall in jeder Form an – bezahlen aber nur den Materialwert. Daher eignen sich diese vor allem für Gegenstände wie alte Münzen oder Zahngold – oder Schmuck, dessen Sammlerwert den Materialwert nicht übersteigt. Scheideanstalten schmelzen die Schmuckstücke ein und verkaufen das Material weiter und können daher höhere Preise anbieten, als Händler, die beschädigte Ware oder Stücke mit geringem Sammlerwert nicht selbst gewinnbringend weiterverkaufen können.

Banken kaufen Schmuck in sogenannten Tafelgeschäften an. Dieses Wort stammt aus der Zeit, wo Kunde und Bankier einander an einem großen Tisch gegenübersaßen – der Tafel. Ebenso wie Scheideanstalten bezahlen Banken nicht den Sammlerwert von Schmuckstücken, sondern den Materialwert des Edelmetalls. Bei Banken können Kunden in jedem Fall davon ausgehen, dass sie einen Abnahmepreis entsprechend des aktuellen Goldpreises erhalten – abzüglich einer Gebühr der Bank. Auch hier gilt es zu vergleichen.

Ein seriöser Juwelier kalkuliert auch den Sammlerwert des Schmuckstücks bei seinem Ankaufspreis ein. Hier kommt es darauf an, einen seriösen Händler zu finden. Wenn der Händler nicht dazu bereit ist, einen Termin zur Begutachtung des Schmuckstücks zu vereinbaren, ist dies ein deutliches Warnzeichen! Bei einem ehrlichen Juwelier erhalten Verkäufer meistens die besten Preise für ihre Schmuckstücke – denn viele Schmuckstücke mit einem nennenswerten Edelmetallgehalt haben auch einen erheblichen Sammlerwert.

Gold und Schmuckhändler betreiben immer häufiger Onlinehops. Ein guter Online Händler ist, wenn schon nicht persönlich in einem Ladenlokal, dann wenigstens telefonisch ansprechbar. Ein Vorteil hier ist die Bequemlichkeit für den Verkäufer, denn ein seriöser Onlinehändler wird anbieten, den Schmuck versichert abholen zu lassen, sodass zunächst nur die Transportkosten anfallen. Ein weiterer Vorteil von großen Online Händler ist auch, dass diese häufig über die Expertise und die Geräte verfügen um den Edelmetallgehalt von Schmuckstücken genau bestimmen können und einen Anteil von anderen Edelmetallen entsprechend ausweisen und in den Abnahmepreis aufnehmen.


Beitrag teilen: