Amazon untersagt seinen US-Händlern den Versand mit FedEx Ground

Das Verhältnis zwischen Amazon und FedEx ist seit dem Sommer angespannt. Der Logistik-Dienstleister will einige Verträge mit dem Internetriesen nicht verlängern, während dieser ihn nun mit einem Verbot vor den Kopf stößt.

Bislang haben Händler, die auf Amazon ihre Produkte anbieten, unter anderem den Logistik-Dienst FedEx Ground genutzt, um Prime-Lieferungen zu versenden. Doch dieser arbeitet dem Internetriesen zufolge nicht zuverlässig genug, weshalb Amazon hart durchgreift. Laut Business Insider fordert der Konzern seine US-Händler auf, den Versand mit FedEx Ground einzustellen. Dabei soll es sich jedoch um ein kurzzeitiges Verbot handeln. Aufheben will es Amazon erst dann, wenn der Logistik-Dienst wieder bessere Arbeit leistet.

Unzufriedenheit bei den Händlern

Die Entscheidung stößt nicht nur bei FedEx auf Kritik. Die Händler befürchten, dass das Verbot sie teuer zu stehen kommt. „Die Änderung der Richtlinie von Amazon zwingt uns im Wesentlichen dazu, UPS zu verwenden, was uns viel mehr kostet als FedEx, um genau diese Waren zu versenden“, zitiert Business Insider Molsen Hart, der Spielzeug über den Marktplatz verkauft. Das hat wiederum negative Folgen für den Endkunden: „Damit wir kein Geld mit unseren Bestellungen verlieren, müssen wir die Preise erhöhen“, so Hart.

Konflikt zwischen Amazon und FedEx

Damit geht der Konflikt zwischen Amazon und FedEx in die nächste Runde. Der Logistiker kündigte erst im Juni an, dass er seinen US-Luftfrachtvertrag mit Amazon nicht verlängern werde. Zwei Monate später ließ er schließlich auch den Liefervertrag für Sendungen auslaufen, die auf dem Landweg zugestellt werden.