Die Instagram „Likes“ sind weg: Warum Marken und Influencer keine Angst haben sollten

Anfang des Jahres startete Instagram mit dem Experiment, die Likes auf Posts zu verstecken. Laut Instagram-Chef Adam Mosseri ist dieser Wandel darin begründet, auf der Plattform „Angst und soziale Vergleiche abzubauen“.
Diese Veränderung ließ viele Marken und Influencer erst einmal verwirrt zurück, weil Like-Zahlen bisher ein einfacher Indikator waren, um Engagement und damit Erfolg in Social Media zu messen.
Sowohl Marken als auch Influencer haben schon lange Likes als Bestätigung dafür gesehen, dass ihre Community engagiert ist und ihre Inhalte attraktiv finden. Im Zeitalter von Bots und gekauften Followern hat der „Like“ jedoch etwas an Strahlkraft verloren.

Influencer-Marketing-Fraud

Der Influencer-Markt ist in den letzten Jahren explodiert und wird voraussichtlich bis 2020 auf 6,5 Milliarden Dollar anwachsen. Auch das Problem des Influencer-Marketing-Betrugs nimmt weiter zu. Laut einem Bericht von Cheq kosten betrügerische Aktivitäten Werbetreibende in diesem Jahr 1,3 Milliarden Dollar, so dass man sich nicht allein auf „Vanity Metrics“ wie Likes verlassen sollte. Die Marken, die erfolgreiche Influencer-Marketingkampagnen durchgeführt haben, verstehen, dass in der heutigen digitalen Welt das Community Management und die engagierte Auseinandersetzung mit der Fanbasis zum Erfolg führt, nicht die oberflächlichen Likes.

Was kommt nach den Likes?

Wenn Marken und Influencer also nicht mehr an Likes gemessen werden, was kommt dann? Ganz einfach, sie müssen smarter arbeiten, um sicherzustellen, dass sie ihre Communities managen und mit ihrem Content sinnvoll interagiert wird. Wenn Marken einen Influencer auswählen, mit dem sie zusammenarbeiten möchten, müssen sie sich, anstatt die Anzahl der Likes zu betrachten, genauer mit der Community dieses Influencers befassen und wissen, wie gut die Interessen der Community sich mit den Interessen des Markenpublikums überschneiden. Nur wenn sie die Personas innerhalb ihres eigenen Publikums verstehen, können sie einen Influencer auswählen, dessen Inhalt Resonanz findet und die dringend benötigte Authentizität bringt.

Erfolgsbarometer neben Likes

Auch ohne den Like ist nicht alles verloren. Instagram Stories haben keine öffentlichen Metriken, und das hat sie nicht davon abgehalten, ein Favorit der Marketer zu werden. Realistisch gesehen sind Likes nur eine von vielen Kennzahlen, um den Erfolg von Instagram zu messen und zu vergleichen. Ausgehend von der Anzahl der Kommentare, der Anzahl der bestehenden Follower und der gewonnenen Follower gibt es viele andere Erfolgsbarometer, die Marken und Influencer verwenden sollten. Man sollte nicht vergessen, dass die Instagram-Profilinhaber immer noch ihre eigenen Likes sehen können, nur ihre Follower werden jetzt nicht mehr sehen können, wie viele Likes es für bestimmte Inhalte gibt.

Was Marken und Influencer tun müssen

Alles in allem ist der Verlust der Likes kein Grund zur Sorge. Die Marken und Influencer, die am Aufbau und Management einer starken Social Media Community gearbeitet haben, sollten einfach weiterhin das tun, was sie tun. Der Verlust von Likes bedeutet jedoch, dass es für sie jetzt schwieriger sein wird, sich hinter „Vanity Metrics“ zu verstecken. Sie müssen mehr Zeit und Mühe in die drei Schlüsselbereiche investieren – das Verständnis ihrer Communities, die Erstellung von Content, der diese Communities aktiviert, und die Entwicklung aussagekräftigerer Metriken zur Messung ihrer Erfolge.

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