Tipps für sicheres Weihnachtsshopping im Internet vom TÜV

In der Vorweihnachtszeit hat das Onlineshopping wieder Hochkonjunktur. Viele Verbraucher bestellen Geschenke im Internet oder gehen bei Aktionen des Onlinehandels unter dem Schlagwort „Cyber Monday“ oder „Black Friday“ auf Schnäppchenjagd. TÜV SÜD gibt einen Überblick, wie man beim Onlineshopping böse Überraschungen vermeidet.

„Beim Onlineeinkauf sind günstige Preis oft ein großer Kaufanreiz. In punkto Sicherheit und Qualität sollten Verbraucher aber trotzdem keine Abstriche machen“, sagt Dr. Michael Berner, Produktmanager s@fer-shopping bei TÜV SÜD Sec-IT GmbH. Seriöse Gütesiegel wie s@fer-shopping von TÜV SÜD können dabei Orientierung bieten. Die Experten von TÜV SÜD haben zudem einige Tipps, worauf Verbraucher unbedingt achten sollten, wenn sie beim Onlineshopping keine unnötigen Risiken eingehen wollen.

Darauf sollten Verbraucher beim Onlinekauf achten

Angaben im Impressum
Der Shop-Anbieter muss im Impressum ausführliche Angaben machen, insbesondere zur Anschrift des Shops und zu Verantwortlichen (Inhaber, Geschäftsführer). Auch verschiedene elektronische Kontaktmöglichkeiten (E-Mail-Adresse, Telefon-Nummer) sollten einfach auffindbar sein.

Preise und mögliche Zusatzkosten
Die Kosten für Verpackung und Versand sowie etwaige Kosten für bestimmte Zahlungsarten sollten vorab, also schon bevor ein Warenkorb angelegt ist, transparent beschrieben sein und nicht erst bei der Bestellung deutlich werden.

Vorsicht vor vermeintlichen Sonderangeboten
Ein kurzer Preisvergleich im Internet kann sich lohnen, um sicherzustellen, ob ein Preis, der als besonderes Schnäppchen angeboten wird, wirklich so außergewöhnlich günstig ist.

Verschlüsselte Datenübertragung
Eine gesicherte Verbindung ist erkennbar, wenn in der Adresszeile des Browsers das Kürzel „https://“ in Kombination mit einem Vorhängeschloss-Symbol erscheint. Inzwischen ist es üblich, dass der komplette Online-Shop verschlüsselt ist und nicht nur der Bestellprozess und das Kundenkonto.

Widerrufsrecht bei individuellen Anfertigungen
Bei nach den Wünschen und Spezifikationen des Bestellers gestalteten Produkten (z.B. Fotobücher, Fotokalender etc.) ist zu beachten: Es besteht nicht das sonst im Fernabsatz übliche 14-tägige Widerrufsrecht. Um die Ware pünktlich zu erhalten, muss auch die Produktionsdauer beachtet werden. Verbraucher sollten also darauf achten, ob der Anbieter Angaben mit bestimmten Fristen macht, z.B. „bis einschließlich 18.12. bestellen, damit noch bis 24.12. geliefert wird.“

Betrügerische „Fakeshops“ erkennen
Nicht nur in der Vorweihnachtszeit gilt: Beim Onlineshopping sollten Verbraucher darauf achten, nicht an einen betrügerischen „Fakeshop“ zu geraten. Diese sind inzwischen täuschend echt gemacht und locken oft mit verdächtig unrealistischen Preisen. Erkennbar sind „Fakeshops“ daran, dass im Bestellprozess nur Zahlungsarten verfügbar sind, die nicht rückgängig gemacht werden können (insbesondere Vorkasse-Banküberweisung), auch wenn vorab vielleicht andere Zahlungsmöglichkeiten gezeigt werden.

Auf seriöse Gütesiegel achten
Das TÜV SÜD s@fer-shopping Prüfzeichen ist mit dem dazugehörigen Online-Zertifikat verlinkt, wenn es berechtigterweise von einem Onlineshop geführt wird. Dies kann einfach überprüft werden: Durch Klicken auf das Prüfzeichen wird der Käufer zum dazugehörigen Online-Zertifikat auf die Website www.safer-shopping.de weitergeleitet. Käufer sollten darauf achten, dass die auf dem verlinkten Online-Zertifikat genannte Domain exakt mit der Domain übereinstimmt, auf der das Prüfzeichen vorgefunden wurde. Betrüger könnten zudem gefälschte Online-Zertifikate unter Fehlschreibungs-Domains (z.B. safer-shooping.de) bzw. unter anderen Top-Level-Domains als .de (z.B. safer-shopping.biz) oder auf einer Subdomain ihrer eigenen Domain erstellen (z.B. safer-shopping.beispiel-shop.de).

Die Stiftung Warentest stellt in einem aktuellen Vergleich von Online-Gütesiegeln fest, dass TÜV SÜD mit dem s@fer-shopping Prüfzeichen als einziger der getesteten Anbieter die technische Sicherheit der Onlineshops prüft, d.h. inwiefern die Datenübertragung vor Hacker-Angriffen geschützt ist. Zum Erhalt des TÜV SÜD-Gütesiegels ist ein Prüfverfahren vorgesehen, das aus drei Schritten besteht: Audit der Prozesse hinter den Kulissen, Online-Experten-Bewertung und Online-Servercheck.