Daten versehentlich gelöscht? So können Sie Ihre Daten retten!

Jeder hatte bereits den Fall, dass Daten versehentlich gelöscht worden sind. Schon ein Klick genügt und eine ganze Projektarbeit verschwindet. Jedoch sind es oftmals auch Fotos oder Videos, welche an einen Urlaub erinnern oder an andere Momente im Leben. Doch auch ein Virus kann dafür verantwortlich sein, dass Sie wichtige Dateien verlieren. Allerdings kann mittels moderner Software eine Datenrettung erfolgen.

Datenwiederherstellung: Wie gut funktionieren die Programme?

Es gibt einen Unterschied darin, ob die Daten auf einer konventionellen Festplatte verloren gegangen sind oder auf einer SSD. Die Chancen für eine Wiederherstellung von Dateien ist auf einer konventionellen Festplatte (HDD) deutlich größer.

Bei einer SSD werden gelöschte Dateien direkt gelöscht und nicht erst, wenn neue Dateien auf die Festplatte geschrieben werden. Verantwortlich dafür ist die sogenannte TRIM-Funktion. Es lässt sich nicht kontrollieren, wann die TRIM-Funktion ausgeführt wird. Eine Abschaltung der Funktion kann durchgeführt werden, aber es kann zu erheblichen Leistungseinbußen kommen.

Die Software zur Datenwiederherstellung kann also durchaus funktionieren. Ein IT-Fachhändler ist heutzutage nicht unbedingt notwendig. Zumal es sich hierbei auch um empfindliche Dateien handeln kann, die der Händler somit einsehen könnte.

Die richtige Vorgehensweise

Zuerst sollte Ruhe bewahrt werden. Es spielt eine große Rolle, wodurch der Verlust entstanden ist. Das kann ein logischer Schaden sein, wie zum Beispiel durch einen Virus, Formatierung oder durch das Löschen oder aber ein mechanischer Schaden, welcher durch Wasser, Sturz oder Blitzschlag herbeigerufen wurde.

Der Dateiversionsverlauf bei Windows oder die Apple Time Machine kann die Daten wiederherstellen. Bei Windows findet sich der Verlauf unter „Systemsteuerung“ und „Alle Systemsteuerungselemente“. Bei macOS rufen Sie die Dateien über den Finder auf, allerdings muss Time Machine vorher aktiviert worden sein.

Sollten die Dateien nicht gefunden werden, dann hilft nur noch der EaseUS Data Recovery Wizard. Ein solches Wiederherstellungstool kann sogar Einsteiger dabei helfen, die verlorenen Daten wiederherzustellen.

Vom Hersteller EaseUS gibt es auch eine kostenlose Variante, die eignet sich für viele Fälle bereits. Erst wenn mehr als 2 GB Daten wiederhergestellt werden sollen, wird der Einsatz der Pro-Version notwendig. Rettungstools haben teilweise noch andere Einschränkungen als Freeware.

Datenrettungslabore

Sofern alle Möglichkeiten ausgelotet worden sind, dann kann nur noch ein Labor weiterhelfen. Ein Spezialist für Datenrettung kann mittels eigener Systeme verloren gegangene Daten auslesen. Das kann selbst dann passieren, wenn ein mechanischer Defekt an der Festplatte vorliegt.

Dabei muss aber jeder selbst abschätzen, ob sich dieser Schritt lohnt. Die Arbeit eines Datenrettungslabors kann durchaus mehr als 100 Euro betragen. Sofern ein Reseller das Einsenden übernimmt, kommt noch ein Aufschlag hinzu. Es ist eine gründliche Recherche notwendig, wenn kosten gespart werden sollen.

So schützen Sie sich vor Datenverlust

Damit Ihnen ein Datenverlust künftig nicht mehr passiert, sollte eine externe Festplatte als Backup fungieren. Je nach Betriebssystem werden die Backups automatisch in gewissen Intervallen durchgeführt. Ein Cloud-Service kann ebenfalls helfen, die wichtigsten Daten immer parat zu haben.

Speichermedien sollten außerdem stets vor Feuchtigkeit, Hitze und Licht bewahrt werden. Vor allem feuchte Räume können schnell für einen Defekt im Speichermedium sorgen. Bei mechanischen Festplatten behebt sich dieser Defekt in der Regel nach einiger Zeit wieder. Verlassen sollten Sie sich hierauf jedoch nicht.


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