eBay möchte wieder mehr Flohmarkt-Atmosphäre

maennchen_4.jpgDer Online-Marktplatz eBay und TNS Infratest haben gemeinsam eine Umfrage gestartet, deren Ergebnis jetzt von Welt Online präsentiert wird.

Demnach gibt es bei den Deutschen viele unnütze Dinge, die sich in Kellern und auf Dachböden stapeln. Fernseher, Möbel, DVDs, Handys und Bücher, mit einem aktuellen Wert von 35,5 Milliarden Euro, liegen ungenutzt in der Ecke. Das entspricht je Haushalt 16 Objekten oder einem Wert von 1.013 Euro.

eBay-Chef Deutschland, Stefan Groß-Selbeck: „Viele wissen gar nicht, wie wertvoll ihr angesammelter Hausrat ist. Ich hoffe, dass das Ergebnis der Studie die Deutschen dazu animiert, die ungenutzten Gegenstände zu verkaufen, am besten natürlich auf eBay.“ Das würde eBay dann wieder die ersehnte Flohmarktatmosphäre zurückbringen. Häufig war nämlich in letzter Zeit zu lesen, dass der Handel auf dem Online-Marktplatz inzwischen von gewerblichen Händlern dominiert wird, so Ronny Jahn, Internetkenner der Verbraucherzentrale Berlin. Dadurch wurde es auch sehr viel schwieriger beim Auktionshaus eBay noch Schnäppchen zu finden.

Bei von Welt Online im Februar 2008 durchgeführten Überprüfungen zahlten eBay-Verbraucher für eine gebrauchte Spiegelreflexkamera 40 Euro mehr als für die gleiche Kamera in neuen Zustand, die in einem Internet-Shop dargeboten wurde. Bücher, DVDs, oder Hausrat hingegen waren auf eBay günstiger und exakt diese Waren schlummern in deutschen Haushalten.

1000 Teilnehmer wurden von TNS Infratest nach bestimmten Utensilien befragt mit dem Resultat: Vor allem Medien wie Bücher, DVDs, CDs oder Spiele sammeln sich in Massen bei den Verbrauchern an. Auf eBay angeboten könnte so jeder Haushalt im Schnitt 476 Euro verdienen. 152 Euro je Haushaltung machen Sammlungen jeglicher Art aus, doch wollen sich 33% der Interviewten davon auf keinen Fall trennen.

Jetzt versucht das Unternehmen eBay, mit seinem neuen Preismodell diese Privatverkäufer wieder für eBay zu interessieren. Ob sich die Reform für eBay rechnet, muss man noch abwarten.

Bislang treue, vor allem gewerbliche Anhänger der Online-Verkaufsplattform, hatten für Ende Februar zu einem Boykott aufgerufen, weil sie sich schlechter gestellt fühlen. Doch wie wir auf onlinemarktplatz.de bereits festgestellt haben, zeigte der Streik im Februar keine Auswirkung auf die Artikel-Einstellungen. Die Zahl der offerierten Artikel ist fast konstant geblieben. Vielleicht haben ja schon neue Kunden zu diesem Resultat beigetragen.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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