Erfolgreich im Cross-border-E-Commerce. Das steckt hinter dem neuen Trend

Im E-Commerce steckt noch immer hohes Wachstumspotenzial, vor allem im internationalen E-Commerce. Studien zufolge kaufen immer mehr Online-Shopper auch bei Anbietern aus dem Ausland. Für viele Marken und Anbieter steckt hier ein hohes Wachstumspotenzial. Darauf sollten sich Onlinehändler entsprechend vorbereiten. In Deutschland liegt der Umsatz im E-Commerce-Markt – inklusive B2C-E-Commerce – bei 53,6 Milliarden Euro für das Jahr 2018. Das ist viermal so viel wie im Jahr 2008, in dem der Umsatz bei 12,6 Milliarden Euro lag. Einer Prognose von McKinsey zufolge ist in den nächsten zwei Jahren eine Umsatzsteigerung auf zwei Billionen US-Dollar im grenzüberschreitenden E-Commerce zu rechnen.

Wachstumsstrategien sind gefragt

Den Onlinehandel auf internationale Märkte auszudehnen, ist eine mögliche Wachstumsstrategie – Pixabay © TheDigitalArtist (CC0 Public Domain)

Schon 2017 bestellten fast die Hälfte der Onlineshopper in Europa Produkte im Ausland. Sieben von zehn haben das schon mindestens einmal gemacht. Als Hauptgrund geben die Verbraucher fehlende Verfügbarkeit im Inland an und die günstigeren Preise. Onlinehändler sollten sich Gedanken über ihre Wachstumsstrategie machen, um hier wettbewerbsfähig zu bleiben. Noch sind viele Händler nicht auf den internationalen Handel vorbereitet. Logistik und Zahlungsabwicklung stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen, in die sie investieren müssen. Teilweise ist es auch notwendig, die Personaldecke aufzustocken. Es sind Investitionen zu tätigen, die viele Selbstständige, gerade in kleineren Unternehmen nicht so leicht stemmen können. Häufig machen die Banken hier einen Strich durch die Rechnung. Bei Smava gibt es hingegen Möglichkeiten, dennoch die Finanzierung von Zukunftsprojekten zu erhalten, beispielsweise über Peer-to-Peer-Kredite oder auch Kredite ohne Schufa.

Cross-border-E-Commerce in anderen europäischen Ländern

Der grenzüberschreitende E-Commerce ist in den verschiedenen europäischen Ländern unterschiedlich stark ausgeprägt. Im Vereinigten Königreich hat noch nicht einmal die Hälfte der Verbraucher etwas im Ausland bestellt. In Belgien sind es fast drei Viertel, die das schon einmal ausprobiert haben. Eine mögliche Erklärung dafür kann der landesspezifische E-Commerce-Markt sein oder auch die geografische Lage. Belgien grenzt direkt an Deutschland und Frankreich und hat mit beiden Ländern in weiten Teilen die gleiche Sprache.

Grenzüberschreitender E-Commerce wächst ungebremst

Das ungebremste Wachstum im internationalen Onlinehandel bietet für Verbraucher und Händler viele neue Möglichkeiten. Allerdings sind hier noch verschiedene Herausforderungen zu bewältigen. Die Lieferzeiten sind beispielsweise länger. Häufig sehen sich die Käufer auch mit unpassenden oder beschädigten Produkten konfrontiert. Hier stellt dann die Rücksendung meist ein Problem dar. Onlinehändler, die hier konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen ein paar wichtige Dinge berücksichtigen und gute Lösungen bieten.

Im Onlinehandel liegt noch immer großes Wachstumspotenzial – Pixabay © geralt (CC0 Public Domain)

Der passende Zielmarkt

Für die internationale Expansion ist der passende Zielmarkt eine der wichtigsten Herausforderungen. Den richtigen Markt zu finden, ist in der Regel gar nicht so einfach. Es liegt nahe, die großen E-Commerce-Nationen ins Auge zu fassen, wie Großbritannien, Frankreich aber auch China und Japan. Doch sind diese Märkte stark umworben und umkämpft. Nicht zuletzt deswegen kann es für Händler interessant sein, Länder ins Auge zu fassen, die noch ein höheres Entwicklungspotenzial haben.

Indien oder Brasilien sind dafür zwei gute Beispiele. Experten erwarten für Indien, dass die Umsätze bis zum Jahr 2020 auf 79 Milliarden US-Dollar ansteigen. Der Hauptanteil des lateinamerikanischen E-Commerce geht von Brasilien aus, nämlich 42 Prozent. Jeder Händler muss für seine Marke letztendlich selbst entscheiden, ob es in den gewünschten Zielmärkten überhaupt das Potenzial gibt, um die eigenen Produkte abzusetzen. Außerdem spielt hier auch die Konkurrenz vor Ort eine große Rolle. Es ist grundsätzlich empfehlenswert, zunächst mit wenigen Märkten zu beginnen, die ein ausreichend hohes Wachstumspotenzial versprechen oder vielleicht sogar sehr ähnlich sind. Damit lassen sich Ressourcen bündeln und Synergieeffekte ausnutzen.

Die Wahl des richtigen Vertriebskanals

Der Vertriebskanal ist die zweite wichtige Entscheidung, die Unternehmen treffen müssen. Welcher Kanal passt am besten zum ausgewählten Land und zum Produkt? Dabei ist nicht nur der Onlineshop gemeint, sondern auch andere Absatzkanäle, wie Preisvergleichsportale, Retargeting, Produktanzeigen, Online-Marktplätze oder Affiliate-Plattformen.

Onlinehändler sollten ihren Produktkatalog über mehrere Vertriebskanäle promoten, um das Geschäft besser skalieren zu können. Auch hier sind die marktspezifischen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Gerade beim Cross-border-Handel sind Marktplätze sehr gut geeignet als Vertriebskanal. Dort findet die Hälfte aller internationalen Onlineverkäufe statt. Dabei ist es so, dass die Marktplätze viel schneller wachsen als andere Vertriebskanäle. Das hängt damit zusammen, dass das Vertrauen der Kunden in diese Plattformen sehr groß ist. Händler können hier auf globale Marktplätze zurückgreifen, die alles anbieten, wie beispielsweise amazon oder ebay. Es gibt aber auch viele regionale und sehr spezialisierte Marktplätze. Wer sich für Länder wie Polen, Großbritannien oder Rumänien interessiert, sollte dort die wichtigen regionalen Marktplätze kennen. In Polen ist das Allegro oder Cel, in Rumänien gibt es Emag und in UK sind es Fruugo und OnBuy. Hier können Händler eine breite Zielgruppe schnell und einfach erreichen.

Die Logistik nicht unterschätzen

Die Logistik stellt im Cross-border-E-Commerce eine der größten Herausforderungen dar -Pixabay © Preis_King (CC0 Public Domain)

Der logistische Aspekt ist beim internationalen Wachstum ebenfalls ein wichtiger Faktor. Für viele Händler stellt er die größte Herausforderung im Cross-border-E-Commerce dar. Die Kunden haben hohe Erwartungen an die Lieferzeiten, denen es gilt gerecht zu werden. So lässt sich das Vertrauen der Kunden am einfachsten gewinnen. Kunden wünschen eine schnelle Lieferung, egal wo das Paket herkommt. Dabei sollten die Versandkosten niedrig sein. Hier ist ein Multi-Carrier-Ansatz empfehlenswert. Das heißt, die Händler wählen je nach Land verschiedene Liefer-Anbieter. Verbraucherrechte und -standards variieren von Land zu Land sehr, sodass die Händler für die verschiedenen Länder jeweils allgemeine Verkaufsbedingungen festlegen müssen.

Allgemeines Fazit

Wenn Händler diese Punkte berücksichtigen und zugleich auf die regionalen Gewohnheiten und Vorlieben der Verbraucher eingehen, können sie leicht deren Vertrauen gewinnen und ein solides Geschäft aufbauen. Hier liegen große Chancen für die Händler, da immer mehr Kunden Produkte im Ausland bestellen. Cross-border-E-Commerce ist ein wesentlicher Wachstumstrend in den nächsten Jahren.

 


Beitrag teilen: