Verhaltensweisen von Teenagern im Internet

Ein großer Teil der deutschen Teenager übernimmt Eigenverantwortung im Umgang mit dem Internet, so das Ergebnis einer Umfrage des Online-Netzwerkes Piczo. Die Jugendlichen nutzen verfügbare Sicherheitsmaßnahmen und schützen vor allem ihre persönlichen Daten. Fremden gegenüber begegnen sie überlegt und 44 % gaben an, Bekanntschaften aus dem Netz so zu behandeln wie Unbekannte im realen Leben. Informationen zur eigenen Personen geben die jungen Leute nur spärlich ab. 63% nennen in Foren und Gemeinschaften lediglich ihre Vornamen, jedoch keine weiteren Einzelheiten.

Obwohl die Resultate der Befragung recht positiv ausgefallen sind, sind die Jugendschutz-Experten nur bedingt zuversichtlich. „Es ist erfreulich, wenn die Resultate der Umfrage zutreffen. Vor allem im Zusammenhang mit Social Communitys wird gerade von Jugendlichen aber noch viel zu viel preisgegeben“, äußert Thomas Günter, Justiziar der Jugendschutzeinrichtung Jugendschutz.net.

Günter ist der Ansicht, dass viele nach wie vor zu wenig aufgeklärt und zu leichtsinnig sind. Der Glaube der Teenager an Schutzmechanismen im Internet ist recht groß. 58% setzen bei verspürter Bedrohung auf das Blockieren des entsprechenden Teilnehmers, 21% melden sogar bedenkliche Inhalte an den Betreiber des Portals. 11% würden sich im Zweifelsfall auch an Eltern oder Lehrer wenden.

Doch auch hier liegt ein Problem: Gerade Eltern und Lehrer sind nach Meinung von Günter oft selbst zu wenig firm im Umgang mit dem Internet. Bedenklich sollte einen, trotz positiven Resultates der Studie, stimmen, dass immerhin 66 % ohne nachzudenken Fotos von sich ins Internet stellen. 75 % geben Informationen zu Hobbys und persönlichen Interessen in Internet-Gemeinschaften preis und immerhin noch 9% Prozent geben ihre Handynummer weiter.


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