Scot Wingo zu den Einstellgebühren im Media-Bereich bei eBay

Momentan meldeten sich weitere Kenner des Online-Marktplatzes eBay in den USA zu Wort, um ihren Standpunkt zu den Änderungen bei eBay erneut darzulegen. Unter ihnen Scot Wingo, CEO von Channel Advisor.

Wingo sieht den Veränderungen positiv entgegen, ist allerdings der Ansicht, dass eBay noch ein wenig Arbeit vor sich hat, bis das Online-Auktionshaus wieder „komplett belebt“ ist. „Auch wenn die Aktionen momentan sehr schwungvoll anmuten, werden sie den Charakter des Konkurrenzkampfes nicht verändern können. Aber eBay geht durchaus in die richtige Richtung. Vor allem verringerte Einstellgebühren führen dazu, dass Händler, die den Online-Marktplatz verlassen haben wieder zurückkehren werden.“ In erster Linie, so Scot Wingo, durch die nicht unerheblich reduzierten Gebühren im starken Media-Bereich bei eBay.

Im Media-Bereich waren in der vergangenen Zeit besonders viele Klagen zu hören, vor allem bei den Verkäufern, die mitunter 40.000 Artikel pro Monat eingestellt haben. Wingo: „Diese Leute hatten eine besonders harte Zeit, als die Einstellgebühren und Shop-Preise in die Höhe stiegen. Viele von ihnen verließen eBay zu anderen Webseiten.“ Wingo ist froh, dass die neue Mannschaft rund um eBay kräftig loslegt und nicht nur zuhört, sondern der eBay-Gemeinschaft beweist Dinge auch umzusetzen zu können.

Es gibt in den USA ebenso sehr positive Händler–Reaktionen auf die Veränderung. Kevin Harmon, mit fast 250.000 Bewertungen ein erfahrener eBay Powerseller, in seinem Blog: „Ich bin sehr froh – und das aus mehreren Gründen. Die Media-Kategorie ist die vielfältigste aller Kategorien und man kann so unendlich viel einstellen. Zum anderen ist es das erste Mal, dass eBay realisiert, dass nicht alle Kategorien gleich sind. eBay hat uns zum allerersten Mal bewiesen, dass sie für uns da sind. Kurzum: Es ist einfach toll!“

Harmon ist auch der Meinung, dass sich eBay mit den vergangenen Preiserhöhungen selbst geschadet hat, da die großen Verkäufer viele Artikel nicht mehr gelistet haben, Bücher waren fast ganz verschwunden, und CDs und DVDs wurden nur noch ganz wenig angeboten.

Der Effekt, den dies für eBay hatte liegt klar auf der Hand: eBay war nicht mehr der Ort, wo man seine Waren anbot. Amazon profitierte vom Weggang und hatte einen riesigen Aufschwung, vor allem in der Unterhaltungskategorie. Ein Zufall? Auf jeden ist Harmon glücklich über die willkommene und positive Neuerung.


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