Was hat der neue eBay-Chef John Joseph Donahoe bei eBay vor?

Da es an der Spitze beim Online-Marktplatz eBay zum 01. April 2008 einen Führungswechsel geben wird, kurz ein paar Daten rund um den neuen Chef bei eBay. John Joseph Donahoe, Jahrgang 1960, ist zur Zeit Leiter des Auktionsgeschäftes bei eBay. Er ist verantwortlich für das weltweite Wachstum von eBay.

Strategische und finanzielle Planungen, Produkt- und Geschäftsentwicklungen gehören hier zu seinen Aufgaben. Diesen Posten hat er seit 2005 inne. Davor, von 2000-2005, war er als Direktor bei Bain&Company zuständig für den internationalen Markt. 29 Büros und 3.000 Beschäftigte weltweit standen unter seiner Führung. Bain & Company ist eine in 24 Ländern operierende Unternehmensberatung mit inzwischen 3.700 Mitarbeitern. Sie zählt weltweit zu den renommiertesten Strategieberatungen und wurde 1973 in Boston von Bill Bain und 6 weiteren ehemaligen Partnern der Boston Consulting Group gegründet.Während seiner Karriere bei Bains kümmerte er sich um die Belange von Airline-Kunden, Telekommunikations-und Bankenkunden.

Neben seiner Aktivität bei eBay ist er als Kurator am Dartmouth College und der Stanford School of Business tätig. Die beiden Universitäten kennt Donahoe genau, denn hier erlangte er 1982 bzw. 1986 seine Abschlüsse.

Donahoe wird als neuer eBay-CEO vor allem die Attraktivität von eBay bei den Privatkunden wieder steigern müssen.

Was hat Davor bei eBay vor?

Viel Arbeit wird auf den designierten eBay-Chef in den nächsten Wochen zukommen und das nicht auf dem Online-Marktplatz, sondern auch was die Presse anbelangt.

Wie der zukünftige Konzernchef von eBay in einem ersten Interview seit Bekanntgabe der Neuberufung gegenüber der Freitagsausgabe der ‚New York Times’ erklärte, will der Online-Marktplatz eBay den Handel auf der Plattform durch eine verbesserte Suche kräftig antreiben. „Aus den Rückmeldungen unserer Kunden schließen wir, dass wir zwar eine unerreichte Auswahl an Produkten bieten, man aber nicht immer findet, was man will.” Aus diesem Grund beschäftigt sich eBay mit einer neuen Suchtechnologie. Diese soll die Daten aus den verschiedensten Quellen auswerten, um so die Resultate vermehrt als bisher zu personalisieren.

Das Feedback und die Beurteilungen der einzelnen Kunden, Angaben vom Online-Bezahldienst PayPal, oder auch die Lieferkosten der Artikel sollen in die Auswertungen einfließen, damit die Trefferquote möglichst hoch werden wird.
„Durch eBay und PayPal haben wir so genaue Transaktionsdaten wie niemand anderes im Internet. Diese Daten kann man nutzen, um bessere Ergebnisse zu liefern als Google. Um dem Anwender zusätzliche Preisvorteile zu bieten, sollen beispielsweise Produkte bevorzugt werden, die mit niedrigen Versandkosten oder portofrei angeboten werden”, sagt John Donahoe.

Das Thema Festpreisangebote und Auktionenen soll laut Donahoe durch eine größere Kombination der beiden Spartern verbessert werden. So können die Nutzer besser zwischen Neuwaren und gebrauchten Produkten unterscheiden.
Donahoe weiter: „Als ich das letzte Mal nachsah, hatten wir 25.000 Blackberry-Angebote. Die Ergebnisliste ist recht verwirrend. In einem Jahr kann der Anwender sagen “Ich will einen Blackberry” und er erhält die neuesten Modelle zum günstigsten Preis angezeigt.” Parallel werden überdies Second-Hand-Modelle gelistet.

Um besser mit Amazon in den Wettbewerb treten zu können, werden ab nächster Woche die Einstellgebühren reduziert. Amazon fordert nämlich von seinen Usern auf dem Marktplatz und bei den Auktionen nur eine Beteiligung am Verkaufsumsatz.


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