Fast die Hälfte der B2B-Unternehmen nutzt Amazon

Amazon bestimmt den weltweiten Online-Handel wie kein zweiter Konzern. So ist der US-amerikanische Internetgigant heute kaum noch aus dem Alltag vieler Menschen wegzudenken. Doch nicht nur in zahlreichen Privathaushalten, auch in rund der Hälfte der befragten Unternehmen des B2B E-Commerce Konjunkturindex, einer Initiative der IntelliShop AG in Zusammenarbeit mit dem ECC Köln, wird Amazon eingesetzt: 12 Prozent nutzen Amazon dabei sowohl in der Beschaffung als auch für den eigenen Vertrieb, 27 Prozent setzen ausschließlich im Einkauf auf die Plattform und sechs Prozent vertreiben selbst Waren über die Plattform, ohne dass Amazon Bestandteil der eigenen Beschaffungsprozesse ist. Während von denjenigen B2B-Unternehmen, die Amazon derzeit noch nicht nutzen, sechs Prozent die Nutzung innerhalb der nächsten 12 Monate und weitere 11 Prozent diese zwar nicht kurz- aber langfristig planen, erwägen die übrigen B2B-Unternehmen dies auch für die Zukunft nicht (83 Prozent).

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Breites Sortiment lockt B2B-Einkäufer

Der aktuelle B2B E-Commerce Konjunkturindex ging in seiner Befragung von B2B-Entscheidern zudem auf die konkrete Nutzung des Dienstes Amazon Business ein. 54 Prozent der Unternehmen, die die Plattform grundsätzlich im Einkauf einsetzen, gaben an, dass sie auch Amazon Business nutzen. Als großer Vorteil wird angeführt, dass bei Amazon Business sowohl auf „private Produkte“, als auch auf spezielle B2B-Produkte zurückgegriffen werden  kann.

Abrechnungssystem bei Amazon birgt Herausforderungen

Doch bei der Beschaffung über Amazon zeigen sich auch Herausforderungen: So sei es nach Angaben der Befragten oft nicht diekt ersichtlich, ob die Bestellung bei Amazon selbst oder bei einem Drittanbieter erfolge. In Abhängigkeit der Verkäufer der bestellten Produkte könne es bedingt durch das aktuelle Abrechnungssystem außerdem vorkommen, dass Unternehmen mehrere Rechnungen pro Bestellung erhalten. Da dies eine Erhöhung des buchhalterischen Aufwands nach sich ziehen kann, gab rund die Hälfte der Befragten an, dass es die Nutzung von Amazon Business erleichtern würde, wenn alle Rechnungen über Amazon und nicht separat über die einzelnen Marktplatzhändler abgewickelt würden. 70 Prozent der befragten Ent-scheider würden in einer Verrechnung über einen einzelnen Kreditor auf Amazon Business eine deutliche buchhalterische Erleichterung sehen.

Marktpräsenz als Vertriebsvorteil

Als Verkäufer auf Amazon Business profitiere man nach Ansicht von mehr als drei Viertel der Befragten von der großen Bekanntheit und Sichtbarkeit der Plattform. Dies mache eine Nutzung von Amazon Business als zusätzlichen Vertriebskanal aus Sicht vieler Teilnehmer attraktiv. Insgesamt bewerten gut zwei Drittel der Befragten Amazon Business als einfache Möglichkeit für B2B-Unternehmen, Beschaffung und/oder Vertrieb online zu skalieren. Unabhängig von Beschaffung oder Vertrieb biete die Nutzung von Amazon Business aber nicht nur Vorteile: 61 Prozent der befragten Unternehmen sehen in Amazon Business gar mehr Herausforderungen als Chancen.

B2B-Entscheider erwarten positiven Trend bei E-Commerce-Umsätzen

Wenngleich die Stimmung grundsätzlich immer noch im positiven Bereich bleibt, ist die Beurteilung der aktuellen Umsätze im E-Commerce zum zweiten Mal in Folge gesunken. Nach Einschätzung der Befragten des B2B E-Commerce Konjunkturindex haben sich die E-Commerce-Umsätze im Mai und Juni 2019 bei 21 Prozent der Befragten negativ entwickelt. Im Gegensatz dazu fallen die Erwartungen der B2B-Entscheider an die E-Commerce-Umsätze optimistischer aus als in den Vormonaten. Mit 157,6 Punkten steigerten sie sich gegenüber März und April 2019 um fast 17 Punkte.

Im Hinblick auf die Gesamtumsätze fällt die Bewertung etwas positiver aus: Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, dass sie die Entwicklung der Gesamtumsätze im Mai und Juni positiv beurteilen. So ergibt sich mit einem neuen Indexwert von 127 Punkten ein Aufschwung von knapp 17 Punkten gegenüber der Vorbefragung. Die Erwartungen für die Gesamtumsatzentwicklungen in den kommenden zwölf Monaten sanken im Vergleich zur Vorbefragung dagegen marginal um 1,4 Punkte auf 139,4 Punkte.



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