Gerüchte um die Art der Gebührenänderungen bei eBay verdichten sich

Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Details der von eBay angekündigten Gebührenänderungen  2008 in der kommenden Woche bekannt gegeben werden. eBay wird im Rahmen der Analystenkonferenz am 23.01.2008 die Quartalszahlen für das 4. Quartal 2007 veröffentlichen. Dies wäre ein guter Zeitpunkt die Änderungen zu veröffentlichen.

Einige Top-Powerseller sind angeblich bereits von eBay kontaktiert und vage über die anstehenden Änderungen informiert worden. So wird berichtet, dass eBay

  1. eine Art Mengenrabatte gewähren möchte,
  2. die Einstellgebühren deutlich reduzieren und
  3. die Verkaufsprovisionen (Final Value Fees), speziell bei hochpreisigen Artikeln, leicht erhöhen möchte.

Bob Peck, Analyst bei Bear Stearns, eine der größten Investmentbanken der Welt, erwartet die Ankündigungen ebenfalls in der kommenden Woche und glaubt an positive Reaktionen der Powerseller, da durch eine solche Änderung das Risiko für die Powerseller deutlich reduziert würde.

Die eBay Aktie wurde dann auch gestern von Bear Stearns auf “outperform” heraufgestuft. Die Analysten sind der Ansicht, dass die Sorgen über verstärkte Konkurrenz wie etwa durch Amazon übertrieben sind. Bear Stearns ist wie oben erwähnt auch der Ansicht, dass sich, neben weiteren Faktoren, eben auch die neue Gebührenstruktur für Verkäufer als kurzfristig positiv impulsgebend erweisen könnten.

eBay hat mit diversen Promotions im Jahr 2007 die verschiedenen Auswirkungen von Gebührenänderungen bereits getestet:

  • Verkaufprovisionen
  • Einstellgebühren
  • Gebühren für Galeriebilder
  • Bundling von Gebühren und Zusatzoptionen
  • Kategorie-Gebühren

Durch diese Promotions sollten die Auswirkungen auf Angebot und Nachfrage, die Qualität der eingestellten Angebote, die Umschlagsgeschwindigkeit, die Anbieterstruktur und längerfristige Auswirkungen auf Käufer und Verkäufer getestet werden.


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