Ikea startet in der Schweiz Möbel-Vermietung

Ikea entwickelt sich zu einem umweltfreundlichen Unternehmen. In einigen deutschen Läden ist es seit September möglich, gebrauchte Möbel zurückzugeben. In der Schweiz will sie der Konzern künftig vermieten – allerdings nur an ausgewählte Kunden.

Nachhaltigkeit gewinnt im Einzel- und Online-Handel an Bedeutung. Deswegen erprobt Ikea ein neues Konzept: Der schwedische Konzern will in der Schweiz Möbel nicht nur verkaufen, sondern auch vermieten. Im Juli soll es nach einer erfolgreichen Testphase schon losgehen, wie tagesanzeiger.ch berichtet. Das Angebot zielt aber zunächst bloß auf Geschäftskunden ab, wobei in der Anfangsphase 20 kleinere und mittlere Unternehmen aus der deutschsprachigen Schweiz davon Gebrauch machen dürfen.

Wandlung zum umweltfreundlichen Unternehmen

Die Firmen können sich unter anderem zwischen Möbeln für einzelne Arbeitsplätze oder ganze Sitzgruppen entscheiden. Ikea bietet ihnen einige Pakete, von denen das günstigste umgerechnet 63 Euro kostet. Dieses besteht aus einem Tisch, Stuhl, Schrank, Rollcontainer und einer Beleuchtung. Wenn die Unternehmen aber einen Konferenztisch mit zehn gepolsterten Bürostühlen mieten möchten, müssen sie schon 243 Euro ausgeben. Mit diesem Geschäftsmodell zeigt der Möbel-Händler, dass er sich allmählich zu einem umweltfreundlichen Unternehmen wandeln. Zu den weiteren Plänen gehört es, Waren herzustellen, die sich reparieren, wiederverwenden, recyceln und wiederverkaufen lassen. Deshalb soll in Zukunft ein eigenes Geschäft nur für Ersatzteile entstehen, damit Kunden hier zum Beispiel Schrauben oder Scharniere für Ikea-Produkte nachkaufen können.


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