Zalando lagert Retouren-Management an Drittanbieter aus

Modehändler Zalando kommt mit den Bestellungen kaum hinterher. Allerdings schicken die Kunden fast die Hälfte wieder zurück. Nun lagert der Berliner Online-Händler das Retouren-Management an Drittanbieter aus. Von der Maßnahme sind mehrere Hundert Mitarbeiter betroffen.

Nirgends ist die Retourenquote so hoch wie in der Modebranche. Kunden bestellen Kleidungsstücke meistens in mehreren Größen, um zu Hause die passende auszuwählen. Der Rest geht zurück zum Händler, der in den aufwändigen Abwicklungsprozess Zeit und Geld investieren muss. Als Branchenprimus ist Zalando besonders stark davon betroffen, weshalb der Berliner Modeanbieter effiziente Maßnahmen ergreift: Der Online-Händler lagert das Retouren-Management an Drittanbieter aus, wie das Magazin WirtschaftsWoche berichtet.

570 Beschäftigte betroffen

Betroffen sind davon die Logistikzentren in Erfurt, Lahr und Mönchengladbach, wo sich zukünftig Spezialisten um die Abwicklung und Aufbereitung der Rücksendungen kümmern werden. Offiziell begründe der Modehändler diesen Schritt als Vereinfachung der Prozesse im Logistikzentrum, so die WirtschaftsWoche. Intern werde die Ausgliederung aber als Sparmaßnahme gehandhabt, von der 570 unbefristet Beschäftigte betroffen seien. Diese Mitarbeiter bekämen einen Posten in anderen Abteilungen.

97 Prozent wieder über Online-Shop verkauft

Nach eigenen Aussagen geht Zalando mit den zurückgesendeten Produkten schonend um. Rund 97 Prozent werden über den Zalando-Shop wieder verkauft. Der Rest geht in die Outlets. Alternativ dazu vertreibt der Modehändler die Retouren auf anderen eigenen Plattformen. Vernichtet würden lediglich 0,05 Prozent, teilte eine Sprecherin mit. Das geschehe dann in der Regel aus gesundheitlichen Gründen.

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