Retouren in Europa um acht Prozent gestiegen

Retouren in Europa um acht Prozent gestiegen
Retouren in Europa um acht Prozent gestiegen

Kunden neigen immer häufiger dazu, mehrere Produkte zu bestellen, aber am Ende nicht alle zu kaufen. Der Rest geht zurück an den Händler. Das sorgt für eine hohe Retourenquote, die in diesem Jahr noch einmal gestiegen ist.

Retouren sind für die Händler lästig. Dennoch können sie nicht darauf verzichten, diese Option anzubieten. Gerade in Zweigen wie der Modebranche entscheiden sich die Verbraucher schneller zum Kauf, wenn sie die Ware gegebenenfalls zurücksenden können. Und so steigt die Retourenquote von Jahr zu Jahr. In Europa beträgt das aktuelle Wachstum acht Prozent, wie aus einer Studie von DynamicAction hervorgeht.

Anstieg kostenloser Lieferungen

Der Spezialist für Handelsanalyse hat dafür Transaktionen zwischen Jahresbeginn und dem 15. Apirl im Wert von elf Milliarden Euro untersucht. Zu beobachten sei vor allem der Trend, mehrere Produkte online zu kaufen, mit der Absicht, einige wieder zurückzuschicken. Die Initiatoren konnten zudem ermitteln, dass die Zahl kostenloser Lieferungen um drei Prozent gewachsen ist. Branchenbeobachter sehen darin einen Beweis für größeren Wettbewerb auf dem Markt. Händler müssen heutzutage zu solchen Mitteln greifen, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

Mehr Marketing-Investitionen

Vergünstigungen stellen aber nur eine Strategie dar. Eine andere basiert darauf, mehr in das Marketing zu investieren. Laut Studie stiegen die Verkäufe von Produkten, die kurzfristig beworben worden waren, um fast 30 Prozent. Allerdings müssen die Händler dafür tief in die Tasche greifen, weil Marketingmaßnahmen mittlerweile 74 Prozent mehr kosten.