Weiterhin massiver Marken-Missbrauch im Internet

Wie die aktuelle Untersuchung „Brandjacking Index Herbst 2007“ zeigt, wächst die Bedrohung durch Markenmissbrauch im Netz ständig an. Der Brandjacking Index begründet sich in der Erforschung rein öffentlich zugänglicher Datenquellen, die dann von MarkMonitor untersucht werden. Für die derzeit 3. Ausgabe der Studie, den Herbstreport 2007, wurden in der Zeit von Juli bis September 2007 etwa 134 Domain Records auf Anhaltspunkte für den Missbrauch von Marken analysiert. Grundlage der Trend-Ergebnisse zu zurückgerufenen Spielzeugen ist die tägliche Auswertung mehrerer Milliarden Webseiten, zirka 60 Mio. Spam-E-Mails sowie mehr als 1.000 aktiver Domains.

Das Unternehmen Mark Monitor, das sich auf die Verhinderung von Online-Betrug und nicht erlaubtem Absatz von Markenware spezialisiert hat, geht im Rahmen der durchgeführten Analyse vor allem der Frage nach, welche Effekte die Online-Bedrohungen auf Marken haben können.

Resultate der Analyse: 30% der durchleuchteten Online-Versteigerungen verkaufen weiter Spielsachen, die von Herstellern wegen Sicherheitsmängeln zurückgerufen wurden, was eine Gefahr für den Verbraucher bzw. die Kinder darstellt. Außerdem ist die Zahl der Phishing-Angriffe gegenüber Einzelhandels- und Dienstleistungsmarken im Vergleich zum vergangenen Quartal um 1.100% (!) angewachsen.
Der Präsident und CEO von MarkMonitor, Irfan Salim;„Angesichts nahender Weihnachtseinkäufe sollten sich die Konsumenten vor Betrügern und verantwortungslosen Verkäufern, die aus dem Missbrauch bekannter Marken Profit schlagen, in Acht nehmen. Aufgrund der Vielfältigkeit der internationalen gesetzlichen Regelungen, die im Web zur Anwendung kommen, ist eine vollständige Kontrolle nicht möglich. Die schlussendliche Verantwortung für den Schutz der Konsumenten tragen die rechtmäßigen Eigentümer der Marken.“ Die Fabrikanten müssen umfangreiche und durchweg aggressive Taktiken entwickeln, um ihre Kunden zu schützen, denn die Verbraucher vertrauen den Marken der einzelnen Unternehmen einerlei welcher Vertriebskanal genutzt wird.

Im Gespräch mit pressetext sagt Dieter Wichmann, Sales Manager Central Europa bei MarkMonitor: „Hersteller haben in den vergangenen Jahren die Bedrohung des Markenmissbrauchs im Internet zunehmend als Problem erkannt. Unsere aktuelle Studie ist ein eindeutiger Beleg für die wachsende Problematik.“ Betrachtet man nur den Zeitraum einer Woche während der Untersuchung, wurden im Schnitt 484.251 Fälle von Markenmissbrauch angezeigt. 342.512 Fälle entfielen dabei auf die illegale Registrierung von Markennamen, Slogans oder Markenzeichen. Wichmann zu den Ergebnissen der Analyse befragt: „Ich kann den Kunden nur anraten, ein gesundes Misstrauen beim Produktkauf an den Tag zu legen.“

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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