Angebote bei eBay sorgfältig gestalten

Das Verfassen von Inseraten zum Einstellen von Artikeln beim Online-Marktplatz eBay birgt so seine Tücken, und das Nichtbeachten einiger Regeln kann den Verbraucher teuer zu stehen kommen. Vor allem dann, wenn mit Markennamen unbedacht umgegangen wird.

Dadurch, dass sich Markenhersteller immer mehr durch Plagiate geschädigt sehen, engagieren sie geschulte Fahnder, die nichts anderes tun als 24 Stunden am Tag das Netz zu durchkämmen, um Unregelmäßigkeiten zu suchen. So sind auf dem Online-Marktplatz eBay nicht nur gewerbliche Händler Objekt der Begierde, sondern auch Privatverkäufer, die gebrauchte Bekleidung, Schmuck oder ähnliches bei einer Internet-Auktion anbieten und eigentlich nur ein wenig dazuverdienen möchten.

So sollte man den Angebotstext des Angebots besonders sorgfältig anfertigen. Selbst die Wortwahl wie Anzug „im Boss-Design“, oder „ähnlich wie Adidas“ kann kostspielig werden. Auch wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird „sieht aus wie Puma, ist es aber nicht“, kann zu dies zu unangenehmen Konsequenzen führen. Der Anbieter möchte den Bekanntheitsgrad der Marke ausnutzen, denn wenn der Suchende bei eBay z.b. „Adidas“ eingibt, werden alle Produkte angezeigt, in denen der Name „Adidas“ auftaucht, egal ob das Produkt echt oder eine Fälschung oder nur ähnlich ist.

Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Michael Terhaag erklärt dazu:„Dabei ist die Haftung verschuldensunabhängig. Das heißt, es ist egal, ob man den Verweis auf das Markenprodukt bewusst nutzt oder eher unbedacht formuliert hat. Es gilt in jedem Fall: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“.

Fest steht also: Nur wenn man wirklich sicher ist, dass es sich um ein Original handelt, sei es durch ein Zertifikat oder, dass man die Ware zuvor legal erworben hat, ist es erlaubt den Markennamen anzuführen, so Terhaag weiter. Was viele Anbieter ebenfalls häufig vergessen – keine Fotos vom Hersteller herunterladen und in die Versteigerung einbauen, denn das ist Fotoklau und der ist rechtswidrig. Abmahnungen und Forderungen auf mehrere 1.000 Euro sind dann der Fall. Man sollte die anzupreisenden Artikel eigenhändig fotografieren und diese dann ins Netz stellen, so entgeht man eventuellen Schwierigkeiten. Hinzu kommt, dass der Verbraucher sich ein reelleres Bild von dem angebotenen Artikel machen kann.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Gesetz, Sicherheit

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