Amazon plant sämtliche Pop-up Stores in den USA zu schließen

Im stationären Bereich sorgt Amazon derzeit ordentlich für Wirbel. Nachdem Gerüchte über einen Kauf mehrerer lokaler Supermarktketten laut geworden sind, teilt der Internet-Riese nun mit, dass er seine Pop-up Stores in den USA schließen möchte. Dafür sollen mehr Buchläden, 4-Sterne-Shops und Amazon-Go-Filialen entstehen.

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Amazon hat in den letzten Jahren seine stationäre Präsenz stark ausgebaut. Zur Infrastruktur gehörten bislang auch sogenannte Pop-up Stores, kurzfristige und provisorische Einzelhandelsgeschäfte, in denen Kunden Amazon-Produkte wie Fire Tablets, Kindle E-Readers, Echo-Smart-Speakers erwerben oder Dienste wie Prime Video, Audible sowie Kindle Unlimited testen können. Wie CNBC berichtet, will Amazon jedoch alle seine 87 Pop-up Stores in den USA noch bis Ende April schließen.

Konzentration auf Buch- und 4-Sterne-Shops

Ein Sprecher des Internet-Giganten bestätigte dies: „Nach reiflicher Überlegung sind wir zu der Entscheidung gekommen, unser Pop-up-Store-Programm einzustellen.“ Das bedeutet jedoch nicht das Ende von Amazons Ambitionen im stationären Bereich. Der US-Konzern verschiebt lediglich den Fokus in Richtung Buch- und 4-Sterne-Shops, von denen künftig mehr als bislang entstehen sollen. Laut Amazon-Sprecher verfolge der Internet-Riese das Ziel, in solchen Geschäften ein umfassendes Kundenerlebnis und eine größere Auswahl zu schaffen.

3.000 neue Amazon-Go-Filialen

Zusätzlich dazu ist der Ausbau der kassenlosen Supermärkte Amazon Go geplant. Bis 2021 sollen rund 3.000 neue Filialen entstehen. Des Weiteren arbeitet der Online-Gigant an einem Convenience Store, in dem Kunden frische Fertiggerichte und einige Lebensmittel kaufen können. Außerdem wurde kürzlich das Gerücht kolportiert, Amazon wolle in den USA Dutzende lokale Supermarktketten erwerben. Die erste Filiale soll schon in diesem Jahr in Los Angeles ihre Pforten öffnen.