Shopping per Handy: Trend zum mobilen Einkaufen ist ungebrochen

Online-Shopping wird, wie auch in den vergangenen Jahren, zunehmend beliebter bei deutschen Konsumenten. Laut aktuellen Umfragen kauft mittlerweile fast jeder zweite Bundesbürger regelmäßig online ein. Dafür werden längst nicht nur Computer und Laptops genutzt, sondern vermehrt werden auch per Smartphone die Online-Shops durchstöbert. Welche Chancen ergeben sich hierdurch für die Händler und welche Kriterien müssen bei der Umsetzung der Webseite beachtet werden?

Warum wird das Einkaufen im Internet mit dem Smartphone immer beliebter?

Es ist ja so undenkbar einfach: Heutzutage kann man auch von unterwegs aus mit ein paar Klicks und einem PayPal-Konto problemlos seinen Wunschartikel im Internet bestellen. Im Internethandel wird das Smartphone vermehrt zum dominanten Treiber, was sich in erster Linie natürlich mit der zunehmenden Digitalisierung erklären lässt, an die wir uns alle doch so schön gewöhnt haben. Mittlerweile tätigen drei von vier Internetnutzern  ihre Einkäufe über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets, denn egal ob die neuen Schuhe für die Tochter, das Werkzeug für den Mann oder die Halskette für die Liebste – im Internet profitiert der Kunde von einer deutlich größeren Produktauswahl. Auch finanzielle Aspekte spielen beim Online-Kauf eine erhebliche Rolle, denn in der Regel sind auch die Preise online deutlich günstiger.

Shopping per Handy: Trend zum mobilen Einkaufen ist ungebrochen

Shopping per Handy: Trend zum mobilen Einkaufen ist ungebrochen – pixabay.com ©PhotoMIX-Company (Creative Commons CC0)

Welche Vorteile und Nachteile hat der Einkauf via mobilem Endgerät?

Zu den Gründen für die steigende Beliebtheit des Online-Shoppings via Smartphone gehört insbesondere die Bequemlichkeit: Der Kunde kann sich ganz in Ruhe von Zuhause aus das Produktsortiment anschauen, ohne dass er die Couch oder gar das Haus verlassen muss. Kein lästiges Suchen nach einem geeigneten Parkplatz, kein Gedränge in der randvollen Innenstadt und auch kein Zeitdruck, denn schließlich kann man im Internet rund um die Uhr einkaufen gehen. Auch das Produktsortiment ist im Internet riesig: Von Kleidung, Spielwaren und Schmuck über Baugeräte, Teppiche und Werkstattausstattung bis hin zu großen Elektrogeräten wie Fernsehern, Waschmaschinen und Computern steht im Internet einfach jedes erdenkliche Produkt zur Verfügung.

Doch natürlich hat Online-Shopping auch einige, wenn auch erdenklich kleine Nachteile mit. Zunächst muss der Kunde hier natürlich während der Shoppingtour auf eine fachkundige Beratung durch geschultes Personal verzichten und auch ist es nicht möglich, die Ware vor dem Kauf anzufassen, zu begutachten oder gar zu testen. Außerdem ist es wichtig, ausschließlich bei seriösen Online-Shops zu bestellen und stets auf potenzielle Fakeshop zu achten. Hier gelten detaillierte Produktbeschreibungen, eine vollständige Funktionsweise der Website, mögliche Sicherheitszertifikate und Gütesiegel von Wertungsportalen und natürlich ein vollständiges Impressum als wichtige Merkmale, um seriöse Händler ausfindig zu machen.

Auch ausländische Online-Shops profitieren

Von dem Hype profitieren nicht nur deutsche Shops, sondern auch Händler aus dem Ausland bekommen ihn positiv zu spüren. Immer mehr Kunden betrachten den finanziellen Aspekt als wichtigsten Grund für die häufigen Online-Käufe. Im Internet lassen sich problemlos Preisvergleiche durchführen, sodass stets das beste und günstigste Angebot ausfindig gemacht werden kann. Dass hierbei jedoch nicht nur deutsche Online-Shops in den Suchergebnissen auftauchen, ist selbsterklärend. Da ausländische Händler und Anbieter in China, USA oder auch innerhalb der EU ihre Produkte häufig zu noch günstigeren Preisen anbieten können, schlagen die Kunden entsprechend schnell zu. Doch nicht immer ist dies auch sinnvoll, besonders im Hinblick auf die vielen schwarzen Schafe, die heute im Internet unterwegs sind. Schnell bezahlt man als Kunde im schlimmsten Fall dann am Ende doppelt. Auch bei Fragen kann es zum Beispiel bei Servicefragen nötig sein, ein nicht immer ganz günstiges Telefonat in die USA zu führen – z.B. bezüglich Nutzungs- oder Garantiefragen.

Welche Chancen ergeben sich für Händler durch den zunehmenden Einkauf über Smartphones?

Die zunehmend mobile Nutzung ist für den stationären Handel eine zunehmende Gefahr – keine Frage. Doch für Händler, die dem mobilen Trend folgen, bietet er gleichzeitig auch eine reelle Chance, sich neu auf dem Markt zu etablieren. Es ist wichtig, dem Kunden das Gefühl zu geben, gut und günstig eingekauft zu haben, denn dies inspiriert und regt folglich zu weiteren Spontankäufen an. Online-Shop Betreiber können sich damit meist über spontane Impulskäufe der Kunden freuen. Wie ein chinesisches Sprichwort sagt: „Wenn ein Wind der Veränderung zu wehen beginnt, bauen die einen Mauern, während andere Windmühle bauen.“ Stationäre Händler sollten in diesem Sinne ihr Augenmerk insbesondere darauflegen, wie man dem Kunden per Internet neue Mehrwerte bieten kann bzw. wie sich auch online Kunden gewinnen lassen.

Worauf kommt es bei der Umsetzung der Website an?

Während das Einkaufen gehen per mobilen Endgeräten stark zunimmt, zeigt sich aber auch zunehmend, dass einzelne Produktbereiche insgesamt erste Sättigungstendenzen zeigen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Filme, Videospiele, Bücher und Musik. In diesen Segmenten hat das Internet in den vergangenen Monaten sogar an Beliebtheit verloren. Aber natürlich zeichnen sich bei anderen Bereichen wiederum enorme Wachstumspotentiale ab, wie beispielsweise bei Haushaltswaren, Lebensmitteln, Möbeln und Heimwerkerprodukten. Es ist wichtig, dass sich der Händler im Vorfeld mit den aktuellen Trends ausreichend beschäftigt, denn nur so kann sichergestellt werden, dass der Online-Shop auch langfristig im Aufmerksamkeitsfokus der Kunden liegt. Im Gegensatz zum stationären Handel, haben Käufer im Internet in der Regel einen Anspruch auf Rückverstand und Kaufpreiserstattung. Beachten sollte man dabei, dass die Anzahl der Retouren inzwischen bei 50% liegt. Hierfür muss dann ebenfalls ein passender Worst-case entwickelt werden, was ggf. für zusätzliche Kosten sorgt. Daher ist es unter Umständen sinnvoll, sich für den Auftritt im Netz an eine professionelle Internetagentur zu wenden, damit eine fachspezifische Beratung zum Thema Unternehmens-Website erfolgen kann.

Das Fazit

Es zeigt sich, dass Einkäufe via Smartphone kaum noch aus dem Alltag wegzudenken sind. Auch wenn einige Kunden noch skeptisch sind, was den Bezahlvorgang per Handy angeht, entscheiden sich trotzdem fast die Hälfte aller Online-Shopper für den Griff zum Smartphone.

 



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