Echtzeitüberweisungen: Online-Händler Otto führt Instant Payment ein

Nur wenige Banken machen es möglich, dass bei Überweisungen das Geld innerhalb von Sekunden von einem Konto auf ein anderes wandert. Solche sogenannten Instant Payments führt Otto jetzt in den Online- Handel ein – als erstes Unternehmen in Deutschland.

Online-Händler Otto führt Instant Payment ein

Online-Händler Otto führt Instant Payment ein – pixabay.com ©geralt (Creative Commons CC0)

Echtzeitüberweisungen, sogenannte Instant Payments, sind bei Verbrauchern beliebt, werden jedoch nur selten angeboten. Bis Juli 2018 war es lediglich die HypoVereinsbank (HVB), die sie ermöglichte. Dann führten auch die Sparkassen den modernen Zahlungsverkehr ein. Jetzt folgt der Online-Händler – in Deutschland als erstes Unternehmen. Bei dem Service arbeitet das Unternehmen mit dem Mutterkonzern Otto Group und der Hanseatic Bank zusammen, die gemeinsam eine eigene Programmierschnittestelle entwickelt haben, mit der sich Echtzeitüberweisungen empfangen und verarbeiten lassen.

Schnellere Zahlung, schnellerer Versand

Boris Jendruschewitz zeigt sich mit der Einführung zufrieden: „Wir sind stolz, als Vorreiter der Branche den ersten praxisrelevanten Anwendungsfall zu präsentieren. Damit übertragen wir die Echtzeitökonomie in den Zahlungsverkehr für den deutschen Online-Handel“. Mit der Einführung des Payment-Services verspricht Otto, dass das Geld innerhalb von zehn Sekunden von einem Konto zum anderen wandert. Wenn dies geschieht, soll es ungefähr eine Minute dauern, bis die Kunden über den erfolgreichen Zahlungsvorgang informiert werden. Vorteile ergeben sich durch die Einführung auch für Kunden, die ihre Otto-Einkäufe per Vorkasse bezahlen. Weil das Geld innerhalb von Sekunden beim Online-Händler landet, geht auch die Ware schneller raus als zuvor.

Abschaffung der Gebühren

Oftmals fallen für Echtzeitüberweisungen Gebühren an. Otto arbeitet jedoch daran, dass der Service kostenlos genutzt werden kann. „Einige Banken erheben von ihren Kunden aktuell eine Gebühr für die Nutzung von Instant Payments. Wir hoffen, dass hier ein Umdenken stattfindet und die Echtzeitüberweisung bald überall ohne Mehrkosten für Privatkunden verfügbar ist“, sagt Jendruschewitz. Die Gebühren lassen sich bislang darauf zurückführen, dass Zahlungsdienstleister, die Instant Payments anbieten, rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres für die Abwicklung erreichbar sein müssen. Denn die Kunden könnten jederzeit von dem Service Gebrauch machen.



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